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Düsseldorf
"Pulse of Europe"-Demo zeigt Herz

Düsseldorf: "Pulse of Europe"-Demo zeigt Herz
Für das Foto stellten sich die Teilnehmer in Herzform auf. FOTO: hjba
Düsseldorf. Rund 200 Menschen bewiesen am Sonntag auf dem Johannes-Rau-Platz, dass ihnen ein vereintes Europa am Herzen liegt. Die "Pulse of Europe"-Bewegung sieht sich im Wahljahr 2017 besonders gefordert.

Der Glaube an die europäische Idee, an Freiheit und Rechtssicherheit offenbarte sich in Details: Die Sterne der Europaflagge waren in Herzform geordnet, es gab azurblaue Ballons, Fähnchen und ein Banner mit der Aufschrift "Make our planet great again".

Die "Pulse of Europe"(PoE)-Organisatoren, allen voran Bernd Fröhlich, Vanessa Kriele und Andrew Watt, hatten zu einem offenen Diskurs eingeladen. Auf der improvisierten Lkw-Bühne warb Fröhlich vor allem für Solidarität mit Frankreich. "Emmanuel Macron ist ein Hoffnungszeichen für Europa", erklärte er. Wirtschaftswissenschaftler Watt kritisierte das jüngste Maßnahmenpaket für Griechenland als sozial ungerecht.

Im Wahljahr 2017 sieht sich die PoE-Gruppe Düsseldorf gefordert: "Wir verstehen uns als Mediator zwischen Bürger und Politik", sagte Andy Watt. Deshalb sei man überparteilich und lade keine Politiker ein. Jeder, der wollte, konnte das Mikro ergreifen und über Europa reden. Wie Lukas, der von seinem Erasmus-Studium geprägt ist. Er berichtete: "Ich habe in allen Ländern Freunde gefunden. Ich glaube, dass es in einem vereinten Europa keinen Krieg geben wird."

Auf die Jugend setzte man auch mit dem Auftritt des Poetry-Slammers Lukas Kloben. Er amüsierte sich über den "Hype" um digitale Medien, in denen Leute "Anti-Alles für Klicks" unterwegs seien, sich aber sonst nicht bewegten.

(pudi)
 
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