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Sven Teutenberg
Race am Rhein - "Strecke musste abgeriegelt werden"

Race am Rhein 2016: Sven Teutenberg äußert sich zur Kritik
Sven Teutenberg bereitet den Tour-Start 2017 vor. FOTO: A. Endermann
Düsseldorf. Sven Teutenberg, "Event Director" des Grand Départ 2017, äußert sich zur Kritik am "Race am Rhein". Er betont, dass es keinen "Katzenjammer" gebe, auch wenn man nicht jeden mit den Informationen zu Sperrungen erreicht habe. 

Düsseldorf lernt für die Tour de France: Unter dieser Überschrift stand das "Race am Rhein" am Sonntag. 3500 Sportler und etwa 55.000 Zuschauer erlebten gute Unterhaltung und abwechslungsreiche Rennen. Doch aus der Bürgerschaft gibt es massive Kritik am Konzept. Mit Sven Teutenberg, Event Director Grand Départ 2017, sprach RP-Redakteur Jörg Janßen.

Mehr als 200 abgeschleppte Autos, Staus vor den Absperrungen, fehlende Ausweich-Parkplätze, unfreiwillig abgesagte Termine, schlechte Information: Wie groß ist bei Ihnen der Katzenjammer am "Tag danach"?

Teutenberg Von Katzenjammer kann keine Rede sein. Das "Race am Rhein" war ein Erfolg. Wir haben im Vorfeld über die Medien, eigene Websites, Plakate und Wurfsendungen über die Sperrungen informiert. Tatsächlich haben wir damit aber nicht jeden erreicht und müssen sehen, wie wir das optimieren können.

Zumindest in Düsseldorf blieben an vielen Streckenabschnitten die Zuschauer aus. Ging dieser Probelauf nicht auch eine Nummer kleiner?

Teutenberg Die Frage ist verständlich, aber die Antwort lautet: nein. Wenn Sie Erkenntnisse gewinnen wollen für ein Ereignis, zu dem im kommenden Jahr rund eine Million Zuschauer erwartet werden, müssen die Test-Bedingungen realistisch sein. Das gilt gerade auch für den Umfang der Absperrungen.

3500 Teilnehmer radeln durch Düsseldorf FOTO: dpa, a htf

Machen wir es konkret: War es nicht möglich, für die wegfallenden Parkplätze in Streckennähe Ausweichquartiere gleich mit auszuweisen?

Teutenberg Wir werden im Projektteam in den kommenden Tagen die gesamten Abläufe analysieren. Über die Telefonhotline 115 hat es zahlreiche Hinweise gegeben, mehr als 600 Mails sind bei uns eingegangen. Die dort - neben viel Lob - geäußerte Kritik greifen wir gerne auf. Aber nicht jeden Vorschlag werden wir umsetzen. Manche haben ja bemängelt, dass sie weite Umwege gehen mussten, um über die Straße zu gelangen. Aber bei Rädern, die mit 50 oder 55 km/h angeschossen kommen, müssen sie die Strecke hermetisch abriegeln. Alles andere wäre verantwortungslos.

Ärger gab es auch, weil Fahrer, die in ihrer Not auf breiten Gehwegen geparkt hatten, prompt ein Knöllchen bekamen. Kann man für solche Tage nicht besondere Regeln schaffen?

Teutenberg Das fällt nicht in den Beritt des Projektteams für den Grand Départ. Ob es hier Spielräume gibt, können nur Polizei und Ordnungsbehörden beurteilen.

Das war das Race am Rhein FOTO: Blazy, Achim

Aber sicher reden Sie mit denen.

Teutenberg Tun wir. Alle Themen werden dann angesprochen.

Wie geht es jetzt weiter?

Teutenberg Bis zum 18. Oktober müssen wir die genaue Streckenführung für den Tour-Auftakt festlegen. An diesem Tag wird Oberbürgermeister Thomas Geisel in Paris sprechen und dort auch den Imagefilm über Düsseldorf präsentieren.

Quelle: RP
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