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Düsseldorf
Radfahrer blockieren "Dügida"-Demonstrationsweg

Fahrrad-Blockaden gegen "Dügida"-Demo
Fahrrad-Blockaden gegen "Dügida"-Demo FOTO: Schaller,Bernd
Düsseldorf. Etwa 100 "Dügida"-Demonstranten haben sich am Montagabend zu einer Kundgebung in Düsseldorf eingefunden. Gegendemonstranten blockierten den Weg mit Fahrrädern. Es gab erhebliche Verkehrsbehinderungen und zwei Festnahmen

Ein Polizeisprecher sprach von 110 "Dügida"-Teilnehmern und 1000 Gegen-Demonstranten. Mehr als 1000 Polizisten waren im Einsatz. Anfangs hatten sich nur 25 "Dügida"-Anhänger am Hauptbahnhof eingefunden.

Die Demonstration und die Gegendemos blieben weitgehend friedlich. Allerdings gab es unter den "Dügida"-Anhängern zwei Festnahmen. Nach Angaben der Polizei hatte einer der Festgenommenen den Hitlergruß gezeigt, der andere hatte das verbotene Horst-Wessel-Lied angestimmt.

Die Polizei hatte als Aufstellort wie in der vergangenen Woche die Bismarckstraße/ Ecke Konrad-Adenauer-Platz vorgegeben. Gegen diese Auflage hatte die Anmelderin geklagt, das Verwaltungsgericht gab ihr recht. Die Gruppierung durfte daher wieder vom Hauptbahnhof zum Graf-Adolf-Platz marschieren.

Fotos: Teilnehmerschwund bei dritter"Dügida"-Demo FOTO: dpa, fpt

Bereits in den Vorwochen war die Polizei mit Versuchen, die Anwohnerbelastung durch die Demos etwa mit einer Verkürzung des Marschweges zu reduzieren, vor Gericht gescheitert.

Der Aufzug der "Dügida", die von Anhängern der rechtsextremen Szene dominiert wird, wurde von mehreren Gegendemonstrationen begleitet. Ein enormes Polizeiaufgebot war rund um den Hauptbahnhof im Einsatz. Auf dem Teilstück zwischen Hauptbahnhof und Stresemannplatz wurden Parkplätze gesperrt. Zwischen der Graf-Adolf-Straße und der Oststraße wurde die Bahnstraße gesperrt.

Bereits vor der geplanten "Dügida"-Demo hatte sich das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer"  am Graf-Adolf-Platz getroffen. Von dort aus fuhren etwa 30 Gegendemonstranten auf Fahrrädern die geplante "Dügida"-Route ab.

Am Stresemannplatz hatten sich die Radfahrer am Abend zu einer Sitzblockade eingefunden. Behinderungen des Verkehrs gab es dadurch aber nicht, denn die Karlstraße war bereits gesperrt. Das Stadtteil-Blog "Bilkorama" dokumentierte die Fahrrad-Aktion bei Facebook.

(isf/sg)
 
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