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Düsseldorf
Radfahrer soll Frau verletzt haben

Düsseldorf. Die Anklage wirft dem Mann vor, bewusst eine Passantin umgerissen zu haben.

Ob ein Fahrradunfall ein Versehen war oder womöglich Absicht, muss das Amtsgericht seit gestern im Prozess gegen einen 41-Jährigen klären. Laut Anklage hatte er am Silvestertag 2015 nach erheblichen Streitigkeiten mit seiner damaligen Freundin (50) an der Schimmelpfennigstraße gezielt mit einem Fahrrad auf die zu Fuß vorbeikommende Frau zugehalten, hatte sie umgerissen und erheblich verletzt. Das wies der Angeklagte gestern aber empört zurück. Er habe an jenem Tag schon ab morgens Weinbrand getrunken, sich dann mit seiner Freundin so massiv gestritten, dass innerhalb weniger Stunden mehrfach die Polizei zur Wohnung des Paares kommen musste.

Gegen Mittag sei er dann die Straße entlang gefahren, als die Frau angeblich zufällig aus einem großen Tor herausgekommen und ihm quer vors Rad gelaufen sei. Die 50-Jährige gab an, sie habe durch den Aufprall nicht nur großflächige Prellungen am gesamten Körper erlitten, sondern auch Schäden an ihrer Brille und ihren Zähnen. Und sie beschuldigte den Angeklagten, er habe den Zusammenprall gezielt herbeigeführt, sie anschließend noch bedroht: "Er hat mich mit Absicht mit vollem Karacho angefahren!"

Weil dazu jetzt noch eine weitere Zeugin gehört werden soll, kann der Prozess erst in drei Wochen fortgesetzt werden.

(wuk)
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