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Düsseldorf
Rat soll im November über Kö-Bogen II entscheiden

Das sind die Entwürfe für den Kö-Bogen II
Das sind die Entwürfe für den Kö-Bogen II FOTO: Ingenhoven/ Doug and Wolf
Düsseldorf. Nach einer monatelangen Hängepartie soll es jetzt beim zweiten Teil des Großprojekts Kö-Bogen und der geplanten Bebauung des Gustaf-Gründgens-Platzes vorangehen: Die Investoren haben sich mit dem letzten Eigentümer in den Gebäuden am Rande des Platzes geeinigt. Von Denisa Richters

Damit kann der seit einigen Wochen laufende Abriss abgeschlossen werden. Vorgesehen ist auch, die Tiefgarage unter dem Platz abzureißen und neu zu errichten. Nach einem Entwurf des Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven soll am Rand des Platzes, entlang der Schadowstraße, ein 26 Meter hoher Gebäuderiegel mit Einzelhandel und Büros entstehen, daneben ein gläserner Pavillon mit abgeschrägtem Rasendach. Mit der schrägen Seitenfassade des anderen Gebäudes soll es das "Ingenhoven-Tal" bilden und einen Durchblick zum Schauspielhaus ermöglichen. Der Platz soll mit Stufen und einem Wasserspiel gestaltet werden.

Der Beschluss für all das soll nun am 17. November im Stadtrat fallen. Das war ursprünglich viel früher vorgesehen - erst 2015, dann im Juli dieses Jahres. Dass es nun November wird, liegt an den Verhandlungen zum städtebaulichen Vertrag. In dem soll der Investor sich auch zu einer funktionierenden Begrünung der Nord- und der West-Fassade des Gebäuderiegels verpflichten. Noch sind nicht alle Details ausverhandelt. Aus der Kleinen Kommission Kö-Bogen ist zu hören, es seien etwa noch 15 Punkte ungeklärt, darunter auch die Erschließung des Dreischeibenhauses während der Bauzeit und die Fälligkeit des Kaufpreises. Für 70 Millionen Euro hat die Stadt den gesamten Gustaf-Gründgens-Platz an den Investor verkauft. Die erste Tranche soll noch dieses Jahr in die städtischen Kassen fließen. Ob das klappt, ist unklar.

Bilder: Die Gestaltungsideen für die Schadowstraße FOTO: Stadt Düsseldorf

Irritationen soll es auch noch in der Frage der so genannten Dichtwandfenster geben. Die mussten auf Anweisung der Umweltbehörde bisher bei allen Tunnel- und Tiefgaragenbauten in die Schlitzwände eingebaut werden, damit das Grundwasser ungehindert in Richtung Rhein fließen kann. Bei allen Tunnel- und Tiefgaragenbauten in der Umgebung mussten diese Fenster eingebaut werden, was zu nicht unerheblichen Mehrkosten führte. Auch bei dem von der Stadt finanzierten Tunnel, der direkt an die neue Tiefgarage unter dem Gründgens-Platz grenzt. Nun steht im Raum, dass bei diesem Projekt darauf verzichtet werden soll.

Quelle: RP
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