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Düsseldorf
Rathaus gegen E-Grills in Parks

Düsseldorf. Die Kosten für die Grillstationen seien zu hoch, man befürchtet Vandalismus. Von Verena Patel

Die Stadtverwaltung stellt sich quer gegen eine Errichtung von elektrisch betriebenen Grillstationen in Parks. Das ist das Ergebnis eines Prüfauftrags, den die Fraktionsmitglieder der Ampel-Kooperation im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen in die Wege geleitet hatten. Die Politiker hatten die Idee aus Hamburg und Zürich aufgegriffen. Dort können Bürger nach Münzeinwurf ihr Grillgut auf einem fest verankerten Grill garen. Auf diese Weise soll Müll in den Parks und der CO2-Ausstoß gedrosselt werden.

Die Prüfung habe jedoch ergeben, dass das Müllaufkommen auf den Grünflächen nicht mit Hilfe der Stationen reduziert werde. In Hamburg und Zürich würden nach wie vor genau so viele Einweg-Kohlegrills benutzt wie in der Zeit, als es die elektrisch betriebenen Grillstationen noch nicht gab, heißt es in der Stellungnahme. Ein weiterer Stein des Anstoßes sind die Kosten: Nicht bloß die Anschaffung der Grills schlage zu Buche, sondern auch die Instandhaltung. Eine Nachfrage bei der Stadt Zürich ergab, dass die Geräte ein bis zweimal täglich von einer Firma gereinigt würden und so pro Grillsaison zusätzliche Kosten in Höhe von 20.000 bis 23.000 Euro anfielen. Auch in Hamburg kann die Grillanlage die laufenden Kosten nicht decken. 3600 Euro zahlt die Stadt deshalb an den Betreiber. Fazit: Der Etat für Grün werde zusätzlich belastet. "Derzeit sind keine Mittel im Haushalt hierfür vorgesehen", heißt es weiter. Dritter Punkt ist die Gefahr des Vandalismus. Daher empfiehlt die Verwaltung, von der Idee Abstand zu nehmen. "Ich finde die Idee nach wie vor innovativ", sagte Christine Rachner (FDP). "Aber die Haushaltsdisziplin geht vor." Sie wolle sich aber weiter um das Projekt bemühen.

Quelle: RP
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