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Kommentar
Rathaus muss an die Ausgaben ran

Meinung | Düssledorf. Es ist immer leichter, bei einer Personalversammlung vor der Belegschaft den Wohltäter zu geben. Auch Thomas Geisel hat kurz nach seinem Amtsantritt 2014 das Bad in der applaudieren Mitarbeitermenge genossen. Allzu große Versprechen machte er damals wohlweislich nicht.

Denn Düsseldorfs Problem sind nicht die Einnahmen – um die 900 Millionen Euro jährlich aus der Gewerbesteuer gibt es bundesweit nicht allzu oft. Das echte Problem ist: Die Stadt gibt zu viel aus. Und der dickste Einzelbrocken im Haushalt ist mit großem Abstand das Personal. 10.000 Mitarbeiter machen das Rathaus zum Konzern.

Ein kluger Konzernlenker weiß, dass bei einer solchen Menge viel Luft drin ist. Die muss identifiziert und rausgelassen werden. Das mag nicht populär sein, ist aber strategisch richtig.

 denisa.richters@rheinische-post.de
 

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