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Düsseldorf
Neuer Anlauf für den Rathauskeller

Rathauskeller Düsseldorf: Neuer Anlauf
Der Keller im alten Teil des Rathauses soll in eine öffentliche Gastronomie verwandelt werden. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Für die Umgestaltung des Rathauskellers sollen nun die Vergaberegeln geändert werden. Das größte Problem für die Gastronomen ist, dass bislang nur kalte oder aber aufgewärmte Speisen angeboten werden sollen.  Von Uwe-Jens Ruhnau

Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte sich das so schön vorgestellt: Das Rathaus öffnet sich für die Bürger, aus dem bislang intern genutzten Keller wird eine richtige Rathaus-Gastronomie - im Sommer mit Außenterrasse vor dem Reiterstandbild des Jan Wellem. Eine Nachricht, die neben Einfallsreichtum - Heino und Berti Wollersheim dürfen auf der fantasievoll ergänzten Kandidatenliste nicht fehlen - viel Grübeln auslöste. Denn Profis merkten schnell, wie schwierig die Lokalität zu betreiben ist. Die Verhandlungen gerieten ins Stocken. Gestern hieß es dazu von Jochen Wirtz, dem Leiter des Büros von Geisel, dass nun die Regeln für die Vergabe geändert werden sollen.

Das größte Problem für die Gastronomen ist, dass bislang nur kalte oder aber aufgewärmte Speisen angeboten werden sollen. In dem Kellergewölbe gibt es keine voll ausgestattete Küche. "Anders als behauptet, gibt es dort aber sehr wohl einen Fettabscheider", sagt Wirtz, der jetzt auch ein anderes Thema anpacken will. Die Verwalter des Rathauses hatten vorgegeben, dass bis zu 40 Veranstaltungen, die die Stadtverwaltung vorgibt, zu akzeptieren seien. "Wann kann ich denn da noch mein Geschäft machen?", fragte einer der Bewerber und stieß bei Wirtz auf offene Ohren. Nun soll es zu einer starken Verringerung der Vorgabe kommen, möglicherweise entfällt der Passus sogar ganz.

Für Wirtz ist das Rennen somit noch komplett offen, alle Bewerber - darunter Brasserie-Koch Florian Conzen, Karl-Heinz Gatzweiler (Im Schlüssel) und Titus Jacobs, der Betreiber der Eisbahn - hätten noch eine Chance. Jetzt soll zudem geprüft werden, ob nicht die Betreiber der Armenküche mit der neuen Gastronomie kooperieren oder dortige Einrichtungen mitgenutzt werden könnten. Notfalls werde dafür auch umgebaut oder erweitert.

Aufgegeben hat die Stadtspitze ihren Plan also noch lange nicht. Die Werkstatt für angepasste Arbeit, die erfolgreich das Südpark-Café betreibt, zieht dennoch ihre Kandidatur zurück. "Die Treppe in den Keller ist für einige unserer Leute zu steil", sagt Geschäftsführer Thomas Schilder, "wir arbeiten schließlich auch mit Körperbehinderten."

Quelle: RP
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