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Rhein-Ruhr-Express
Beste Chancen für RRX-Halt in Benrath

Regionalzug RRX: Benrath könnte nun doch eine Haltestelle kriegen
Der Rhein-Ruhr-Express könnte jetzt nun doch einen Halt in Benrath bekommen. FOTO: dpa, fpt_gr mg
Düsseldorf . Der Düsseldorfer Süden könnte jetzt wohl doch Station des geplanten neuen Regionalzuges RRX werden. Das hat am Freitag Düsseldorfs Bundestagsabgeordneter Andreas Rimkus mitgeteilt.

"Aufgrund der Initiativen von Oberbürgermeister Thomas Geisel und mir hatte uns das Bundesverkehrsministerium zugesichert, dass die neusten Daten zur Bevölkerungsentwicklung im Düsseldorfer Süden sowie die jüngsten städtebaulichen Perspektiven in Benrath und Garath in die anstehende Sensitivitätsbetrachtung einbezogen werden", heißt es in einer Mitteilung des Bundestagsabgeordneten.  Auch der positive Beschluss im Regionalrat, der sich mit Nachdruck für einen RRX-Haltepunkt in Benrath stark gemacht hat, habe den Einfluss der Düsseldorfer in Berlin gestärkt, heißt es weiter. Eine Entscheidung steht aber offenbar noch aus.

Anbindung des Düsseldorfer Südens

In der Vergangenheit galt ein Halt des Zuges in Benrath immer nur als Option mit geringen Chancen auf Realisierung. Bislang sollte der neue Zug, der den Regionalverkehr zwischen den Großstädten zwischen Ruhrgebiet und Köln vor allem für Pendler erheblich verbessern soll, lediglich am Düsseldorfer Hauptbahnhof und am Flughafen halten. Mit dem Halt in Benrath wäre nun der gesamte Düsseldorfer Süden an dieses Netz zusätzlich angebunden. Die von Rimkus benannten neuesten Entwicklungen sprechen nun sehr stark dafür, dass dieser Halt tatsächlich kommt.

Sechstes Gleis für Angermund

Und auch für den Stadtteil Angermund vermeldete Rimkus gute Nachrichten: Der im Zuge der Realisierung des RRX diskutierte sechsgleisige Ausbau zwischen Düsseldorf-Kalkum und Duisburg kann nun - anders als zum Zeitpunkt des ersten Entwurfs von CSU-Verkehrsminister Dobrindt - realisiert werden. Auch das fünfte und sechste Gleis zwischen Kalkum und Duisburg ist wie die Gesamtmaßnahme RRX im neuesten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans nun als vordringlicher Bedarf gelistet, so Rimkus.

Der Stadtteil Angermund wird von Bahngleisen in zwei Teile geteilt, Anwohner klagen über Bahnlärm und befürchten, dass sich dieser mit dem RRX verschlimmert. Sollten Bahn und Bund auf die Erweiterung der Strecke durch ein sechstes Gleis verzichten, hätten die Anwohner keinen Anspruch auf Lärmschutz. Allerdings sind auch die Pläne der Bahn für Lärmschutz umstritten: Eine Anwohner-Initiative fordert, dass die Bahngleise in den Untergrund verlegt werden, die Bahn lehnt das als nicht finanzierbar ab.

(arl/lai )
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