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Schwerpunkt Diesel
Rheinbahn lässt Euro-6-Busse testen

Neue Fahrzeuge sollen die vorgegebenen Grenzwerte sogar unterschreiten. Von Hendrik Gaasterland

Die Corneliusstraße gehört zu den meistbefahrenen Straßen der Stadt. Dementsprechend groß ist auf dieser Hauptverkehrsachse die durch die Verkehrsteilnehmer erzeugte Schadstoffbelastung der Luft. Die Linienbusse der Rheinbahn machen dabei einen Anteil von 14 Prozent an den Stickoxiden aus, doch der Wert gehört bald der Vergangenheit an. Nach der Anschaffung von bisher insgesamt 42 neuen Euro-6-Solobussen und noch einmal 40 im nächsten Jahr will die Rheinbahn ihren Anteil bis Ende 2018 um zwölf Prozent reduzieren - und wird dies auch schaffen.

Denn Emissionsüberprüfungen des TÜV Nord unter Realbedingungen auf der Linie 785 - sie fährt zwischen der Heinrich-Heine-Allee und Langenfeld - ergaben, dass das Abgasverhalten der neuen Busse die Erwartungen sogar übertrifft. Die Busse halten im gesamten Messprofil die vorgegebenen Grenzwerte des Herstellers VDL ein. "Nicht nur das, sie unterschreiten sie sogar deutlich", berichtet Rheinbahn-Vorstand Klaus Klar in Zeiten von Schummelsoftware bei Pkws stolz. "Die Ergebnisse sind besser, als wir es vorher gewagt haben zu träumen", ergänzt Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Um die Messungen vorzunehmen, wurde an einer Busseite ein Abgasmassenstromsensor angebracht. Im Inneren wertet ein Analysegerät die Abgase aus und liefert im Sekundentakt die Ergebnisse auf den Laptop. "Die neuen Busse haben vergleichbare Werte wie normale Pkws, die auch mit der Abgasnorm Euro 6 unterwegs sind. Man kann sagen, dass die Nutzfahrzeuge nicht das Problem auf den Straßen sind", so Martin Kleinebrahm vom TÜV Nord. Es sei eigentlich völlig unverständlich, dass Auto und Bus ähnlich viel Stickoxid ausstießen, denn die in den Bussen verbauten Technologien seien durchaus auch für den Pkw kompatibel. "Für unseren Teil lösen wir unsere Zusagen für saubere Luft ein", sagt Michael Clausecker, ebenfalls Vorstand bei der Rheinbahn, die nach den sauberen Dieselbussen ab 2019 auch E-Busse für den Fuhrpark anschaffen wird. Zwischen 60.000 und 65.000 Kilometer legt ein Bus der Rheinbahn ungefähr im Jahr zurück. Nach drei Jahren oder bei rund 200.000 Kilometer steht die nächste Kontrolle an, ob die Fahrzeuge immer noch die vorgegeben Grenzwerte einhalten.

Quelle: RP
 
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