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Düsseldorf
Rheinbahn will für mehr Sicherheit an Bahn-Übergängen sorgen

Düsseldorf. "Stop, Guck & Go" lautet der Slogan einer neuen Kampagne von Stadt, Polizei und Rheinbahn, der bei Fußgängern für mehr Achtsamkeit an Straßenbahnübergängen sorgen soll. Denn, was viele nicht wissen: Hier hat die Bahn immer Vorfahrt. Sogar ein Bußgeld kann dabei für Fußgänger fällig werden.

"Zwar ist die Zahl der Fußgängerunfälle innerhalb der letzten drei Jahre um über 30 Prozent zurückgegangen und wir liegen mit nur vier Vorfällen in diesem Jahr unter den durchschnittlichen zwölf. Fußgängerunfälle haben jedoch immer eine verheerende Wirkung und gehen oft sogar tödlich aus. Deshalb ist auch diese Zahl noch zu hoch", erklärt Uwe Weidmann von der Polizei Düsseldorf.

Mit überdimensionalen Fußmatten, die an den Bahnübergängen auf der Luegallee in den kommenden Tagen auf dem Asphalt kleben werden, wollen Stadt, Polizei und Rheinbahn nun explizit auf das hohe Gefahrenpotenzial aufmerksam machen.

Die meisten Bürger reagierten zum Start der Kampagne gestern positiv und verhielten sich angesichts der Polizeipräsenz vorbildlich. Das entspricht jedoch nicht der Regel, wie Rheinbahn-Fahrer Jörg Junkermann berichtet: "Die Zahl der Beinahe-Unfälle liegt weit höher als die Zahl der eigentlichen Vorfälle. Nach einer Notbremsung, bei der oft auch Fahrgäste im Inneren der Bahn zu Schaden kommen, werden wir dann von den Fußgängern oft noch bedroht oder beschimpft."

Beachtenswert übrigens: Bei keinem der verzeichneten Straßenbahn-Unfälle mit Fußgängern der vergangenen Jahre war die Bahn der Verursacher. Das liegt vermutlich auch daran, dass viele Bürger die Regeln an Straßenbahnübergängen nicht genau kennen. "Absperrungen, Warnschilder und Springlichter sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die wir zum Schutz der Bürger ergreifen", erklärt Michael Strotmann von der Rheinbahn. "Auch, wenn beispielsweise das Springlicht einmal nicht leuchtet, gilt weiterhin: Die Bahn hat immer Vorrang."

(juch)
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