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Terrorgefahr in Düsseldorf
Kirmes stockt Sicherheitspersonal auf

Düsseldorf. Angesichts von Terrorgefahr und der Silvestervorfälle am Kölner Hauptbahnhof erhöhen die Veranstalter der Rheinkirmes in Düsseldorf die Sicherheitsvorkehrungen. Die St. Sebastianus-Schützen setzen deutlich mehr eigene Security-Leute ein. Von Arne Lieb

An den beiden Feuerwerkstagen - diesmal gibt es auch eins zum Eröffnungs-Freitag am 15. Juli - sollen 40 bis 60 Security-Leute für Sicherheit sorgen, das sind rund ein Dutzend mehr als in den Vorjahren. Auch an den anderen Tagen sind mehr Mitarbeiter vorgesehen. "Die Security-Leute sind dafür sensibilisiert, bei Belästigungen oder aggressiven Besuchergruppen einzugreifen", sagt Kirmesarchitekt Thomas König. Zudem sollen sie das Umleitungssystem organisieren, das bei großem Andrang zum Zuge kommt. Die Polizei setzt zudem wieder Beamte auf der gezielten Suche nach Taschendieben ein und wird wohl auch wieder mit uniformierten Kräften starke Präsenz zeigen.

Gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und Stadt haben die Kirmes-Veranstalter zudem das Konzept für eine Evakuierung des Festplatzes verfeinert, das bei einem aufziehenden Unwetter, aber auch einer Terrordrohung zum Einsatz kommen würde. Über Lautsprecher an den Attraktionen würden die Besucher dann informiert, in schwierigen Lagen übernimmt die Polizei die Leitung.

Fotos: Das sind die Fahrgeschäfte und Attraktionen FOTO: Martin Gerten

Der größere Aufwand für Sicherheit erhöht erneut die Kosten, die sich schon wegen der strengeren Vorschriften nach der Katastrophe bei der Love Parade in Duisburg deutlich gesteigert hatten. Sie liegen bei rund 100.000 Euro und damit rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Kirmes läuft in diesem Jahr vom 15. bis 24. Juli und bietet zum Jubiläumsjahr der Sebastianer, die ihr 700-jähriges Bestehen feiern, neben neuen spektakulären Fahrgeschäften erstmals auch einen Tennisplatz. Die Rheinkirmes gilt insgesamt als sicheres Event, zudem haben alle Beteiligten große Routine in der Organisation. Bei vier Millionen Besuchern verzeichnete die Polizei im Vorjahr lediglich 19 Fälle von Körperverletzung und 20 Taschendiebstähle. "Gemessen an anderen Volksfesten ist das sehr wenig", sagt König. Man habe aber natürlich die Schlagzeilen der vergangenen Monate verfolgt und wisse um das unsichere Gefühl vieler Menschen.

Düsseldorf: Der Aufbau der Rheinkirmes 2016 FOTO: Laura Ihme
Quelle: RP
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