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Düsseldorf
Rheinmetall erhält Auftrag für Flugabwehrsysteme

Düsseldorf. Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Militärtechnik-Großauftrag erhalten. Der Konzern, der seine Zentrale im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf hat, teilte gestern mit, er statte für einen "internationalen Kunden" dessen Flugabwehrsysteme mit Radargeräten aus. Wer der Kunde ist, wurde nicht mitgeteilt. Das Auftragsvolumen betrage 390 Millionen Euro, die Auslieferung erfolge zwischen 2017 und 2020.

Einen wesentlichen Bestandteil der Modernisierung bildet die Ausstattung der Flugabwehrsysteme mit modernen Radargeräten. Die Flugabwehrtruppe des Kundenstaates wird damit Nutzer der derzeit leistungsfähigsten Variante des bewährten Skyguard-Systems zur Abwehr von Flugzielen aus kurzer und mittlerer Reichweite. Das System nutzt sowohl Raketen als auch Kanonen zur Bekämpfung der Ziele.

Neben dem neuen Suchradar erhalten die Skyguard-Systeme unter anderem ein neues Zielverfolgungsradar, ein Freund-Feind-Erkennungssystem der neuesten Generation, leistungsgesteigerte Raketenstartgeräte sowie modernisierte elektronische Führungskomponenten. Weiterhin werde die logistische Versorgung verbessert.

Der jetzt erteilte Auftrag unterstreiche einerseits die Bedeutung des Skyguard-Systems für die Luftverteidigung und andererseits das Ansehen Rheinmetalls als Kompetenzzentrum für moderne Flugabwehrsysteme, hieß es von dem Rüstungsunternehmen.

Das Unternehmen produziert in Düsseldorf nicht mehr. Dort ist nur noch die Verwaltung.

(tb)
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