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Düsseldorf
Rindenwelten und Kanaldeckel

Düsseldorf. In der Stadtbücherei Eller zeigen zwei Künstler unterschiedliche Werke

ELLER (nao) Als "Rindenwelten" bezeichnet Marlies Nitschke ihre Fotografien von Bäumen. Die Fotos macht Nitschke, wenn sie spazieren geht oder mit dem Fahrrad durch Düsseldorf fährt. Ihre Bilder zeigen Muster, Figuren und ganze Landschaften, die Nitschke in Baumrinden erkennt. "Meine Profession ist es, nah am Baum zu sein", sagt die 65-jährige Künstlerin.

Ganz anders ist die Kunst von Peter Giebel: Er zeichnet Entwürfe von Kanaldeckeln. Dafür benutzt er immer die gleichen Farben: grün, rot, gelb und weiß. Die Farben zeigen an, aus welchem Material die Skulpturen entstehen sollten. Zur Umsetzung kommt es allerdings nicht. Früher fehlten dem gelernten Vergolder und Bildrestaurator die finanziellen Mittel. Heute fühlt sich der 80-Jährige nicht fit genug, die nötigen Materialien, darunter auch schweres Metall, zu bearbeiten.

Beide Künstler stellen ihre Werke bis zum 20. Oktober in der Stadtteilbücherei Eller am Gertrudisplatz aus. "Wir verstehen uns als öffentlichen Raum", sagt die stellvertretende Leiterin Margret Wilhelm. Da sei es großartig, diesen "Schmuck auf Zeit" zeigen zu können.

Ihre Erfahrung: Die Besucher sehen sich die Werke bei einem Gang durch die Bücherei gerne an. Dass es sich um Bilder von Künstlern aus der Gegend handelt, sogar aus dem eigenen Stadtteil, schaffe für die Besucher eine große Nähe. Und auch für die Künstler sei es, so Wilhelm, eine gute Gelegenheit, ihre Werke ohne großen Aufwand zu zeigen. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
 
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