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Düsseldorf
Roboter Tory hilft künftig beim Einkauf

Düsseldorf: Roboter Tory hilft künftig beim Einkauf
Roboter Tory bringt Kunden zum gewünschten Artikel im Geschäft. Außerdem kann er RFID-Chips in Produkten auslesen und so eine permanente Inventur im Ladenlokal durchführen. FOTO: Tillmann/Messe
Düsseldorf. Die Eurocis zeigt, wie der Einkauf von Morgen aussieht. So ist ein Roboter, der die Kunden zum gewünschten Produkt führt, keine Zukunftsmusik mehr. Ein 3-D-Scanner vermisst den Fuß und hilft bei der Suche nach dem perfekten Schuh. Von Thorsten Breitkopf

Sprechende Roboter und interaktive Wandplakate: Bei der Messe Eurocis kann man den Einkauf der Zukunft bereits heute erleben. Wir zeigen einige Produkte auf, die die Welt des stationären Handels revolutionieren könnten.

Roboter Tory Sie gehen ins Geschäft, und wissen partout nicht, wo sie das gesuchte Kleidungsstück finden sollen. Dagegen gibt es bald elektronische Abhilfe. Die Firma Metralabs hat mobile Roboter im Angebot. Am Messestand war ein Roboter namens Tory im Einsatz. Er wird auch unter dem Namen We Robot verkauft. Er fährt automatisch zum Kunden, spielt freundliche Musik.

Der Kunde gibt auf einem Touchscreen seinen Kaufwunsch an, dann geleitet Tory ihn in Schrittgeschwindigkeit zum entsprechenden Verkaufsregal. Auf der Eurocis 2015 wurde außerdem eine Weltneuheit präsentiert. Denn Tory wurde beigebracht, auch eine automatische Inventur zu machen. "Der Roboter fährt durch den Laden und liest so genannte RFID-Chips in den Produkten aus, so kennt der Händler stets seinen aktuellen Warenbestand", sagt Andreas Bley von Metralabs. Kostenpunkt für einen solchen Roboter: 30 000 Euro.

App zum Scannen und Bezahlen Die Firma IT-Werke aus Lahr hat eine App namens Scangoru für das Mobiltelefon entwickelt, mit der der Kunde Waren selbst einscannen und anschließend mobil bezahlen kann. "Alternativ kann man mit dem Handy anschließend auch zur Kasse gehen, und dort per Karte oder Bar bezahlen", sagt Marcus Ernst von IT-Werke.

Mithilfe von kleinen Sendern erhält der Kunde Kochrezepte und Werbung auf seine Smartwatch geschickt, wenn er am entsprechenden Regal steht.

Ein besonderer Clou: Wer sich seine Geheimnummer nicht merken kann, kann sich beim Bezahlen auch mittels Fingerabdruck legitimieren. Was Scangoru noch kann: Wenn im Radio, im Laden oder sonst irgendwo, eine bestimmte, für den Menschen unhörbare Tonfolge gespielt wird, öffnet sich auf dem Smartphone eine bestimmte Webseite, etwa die des Händlers.

Interaktive Schaufenster Die Firma Ameria hat ein elektronisches Schaufenster entwickelt, dass der Kunde selbst bedienen kann. Der 85-Zoll-Bildschirm sieht aus wie eine herkömmliche Leuchtreklame. Steht man jedoch vor dem Bildschirm, wird die eigene Bewegung von einer Kamera erfasst. Der so genannte "Virtual Promoter" spricht einen vorbeigehenden Kunden aktiv an. Der Kunde bleibt stehen. Mit einfachen Gesten und ohne den Bildschirm zu berühren können die Passanten nun den Bildschirm steuern, ins Internet gehen oder Coupons erhalten.

Fuß-Scanner Mitfitto hat 10 000 Schuhe mittels eines Röntgengerätes dreidimensional vermessen. Mit einem speziellen Scanner können Kunden nun ihre Füße dreidimensional vermessen. Ein Computer sucht dann den zum eigenen Fuß am besten passenden Schuh oder Skischuh heraus. Die einmal ermittelten Daten können gespeichert und auch für einen Kauf im Internet verwendet werden. Das soll Retouren bei Zalando & Co. reduzieren.

Quelle: RP
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