| 20.32 Uhr

Konzert der Rolling Stones
Das lange Warten auf die Rolling Stones

Mick Jagger begrüßt Fans in Düsseldorf
Düsseldorf. Vor dem Hotel übernachtet hatte niemand, doch ab dem Morgen standen Fans vor dem Breidenbacher Hof und hofften, dass sich die Rolling Stones vor dem Konzert am Abend wenigstens für einen kurzen Moment blicken lassen würden. Und sie reisten von weit her an. Von Hendrik Gaasterland

German Cabeillou aus Argentinien war schon in Barcelona, Amsterdam und Kopenhagen bei der "No Filter"-Tour der Stones live dabei, Montag war er in Düsseldorf, bevor es für ihn noch nach Stockholm, Arnheim und zu zwei Konzerten nach Paris geht. "Es ist die beste Band der Welt", sagte der 25-Jährige.

Für Angie Naumann war das Konzert in Düsseldorf eine Premiere. Während ihr Vater Frank schon nicht mehr mitzählt, für wie viele Stones-Konzerte er sich in seinem Leben schon Tickets besorgt hatte, durfte die 24-Jährige zum ersten Mal den Papa zu einem Konzert begleiten - mit Mutter Anja und Schwester Sissy machte das Quartett aus Nienburg an der Saale einen richtigen Familienausflug daraus.

Fans warten vor Hotel in Düsseldorf auf die Rolling Stones FOTO: Jana Bauch

"Ich will den Bass spüren, die Moves von Mick Jagger sehen und freue mich schon auf die Soli von Keith Richards an der Gitarre", sagte Angie Naumann vor dem Konzert. Ihr Vorname ist übrigens nicht zufällig ausgesucht worden. "Sie heißt wegen des Stones-Liedes so. Für mich sind die Stones seit früher Kindheit Gänsehaut pur", erzählte Frank Naumann.

Christine Danler aus Österreich wartete - etwas erkältet - seit 11 Uhr mit Sohn Julian vor dem Hotel. "Wenn ich nicht ein bisschen krank wäre, würden wir an der Arena sein, um später ganz nah an der Bühne zu stehen", sagte sie. Der Sohn ist längst wie die Mutter vom Stones-Fieber infiziert, seitdem er vor zwei Jahren in Kubas Hauptstadt Havanna erstmals bei einem Auftritt dabei war. "Wir gehen zu neun Konzerten auf dieser Tour. Das kostet viel Geld, aber dafür war ich auch die ganzen Sommerferien arbeiten", sagte der 17-Jährige.

Für Burkhard Knappe war es das 23. Konzert der Weltband. Gemeinsam mit Frau Andrea besuchte er für zwei Tage Düsseldorf, dann sollte es wieder zurück nach Jena gehen. Knappe: "Wenn wir die Möglichkeit schon vorher gehabt hätten, dann wäre ich nicht erst ab 1990 nach der Wende zu den Stones gegangen. Das ist einfach noch richtige Musik. Was die Band für mich ausmacht, kann man kaum beschreiben."

Für das teilweise stundenlange Warten wurden die geduldigen Fans dann auch nicht enttäuscht. Als sich Frontmann Mick Jagger für wenige Sekunden blicken ließ, hatten sich hunderte Menschen vor dem Hotel eingefunden und jubelten ihm zu. Ein Wunsch blieb jedoch unerfüllt: Ein Fan hatte seine Gitarre dabei und hoffte, sie von den Superstars signieren lassen zu können. Für Autogramme hatte Jagger aber vor dem Auftritt keine Zeit.

Quelle: RP
 
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