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Düsseldorf
Rotlicht-Prozess: Mehr als neun Jahre Haft gefordert

Düsseldorf. Im Prozess um den Düsseldorfer Rotlichtskandal hat die Staatsanwaltschaft mehr als neun Jahre Haft für den Hauptangeklagten Tom M. gefordert. In den Bordellen an der Rethelstraße sollen Freier mit Drogen betäubt worden sein, um sie auszuplündern. Die Plädoyers hatten gestern Abend nach mehr als dreieinhalb Jahren Prozessdauer begonnen. Der damalige Eigentümer der Bordelle Tom M. soll laut Staatsanwaltschaft für neun Jahre und einen Monat hinter Gitter. Die Vorwürfe: räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Verstöße gegen das Waffenrecht.

Nach der Tat soll Tom M. Zeugen zu Falschaussagen angestiftet und ein Millionenvermögen beiseite geschafft haben. Ermittler hatten aus dem Gefängnis geschmuggelte Briefe sichergestellt, in denen er Mittelsmänner anwies, Zeugen zu kontaktieren, damit sie ihre Aussagen abschwächen. Für einen mitangeklagten mutmaßlichen Komplizen beantragten die Ankläger vier Jahre Haft. Die Plädoyers der Verteidigung und der Nebenklage stehen in den kommenden Tagen an.

(dpa)
 
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