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Düsseldorf
RP-Forumstag zum Thema "Vorsorge zu Lebzeiten"

Düsseldorf. Hochkarätige Referenten informierten rund 250 Besucher zu den Themen Bestattungen, Vollmachten und Testamente. Von Vera Straub-Roeben

Vor kaum einem Thema haben die Menschen mehr Scheu als vor dem Tod. Doch vor allem, wenn es um das eigene Sterben oder das von nahen Angehörigen geht, gibt es so viel zu bedenken. Beim Forumstag "Vorsorge zu Lebzeiten", zu dem die Rheinische Post am Samstag in ihr Konferenzzentrum eingeladen hatte, lieferten hochkarätige Referenten den rund 250 Besuchern viele Informationen rund um die Bereiche Bestattungsvor- und -nachsorge, Vollmachten, Testamente sowie Medizin.

"Über den Tod haben wir nie gesprochen - es hätte sehr geholfen", unter dieser Überschrift referierte der Düsseldorfer Bestatter Claus Frankenheim über die Bestattungsarten wie Erd- oder Feuerbestattung. Er warnte in seinem Vortrag vor einer anonymen Bestattung: "Es gibt zahlreiche und auch preisgünstige Alternativen. Und zum anderen birgt diese Entscheidung weitreichende trauerpsychologische Probleme für Ihre Angehörigen."

Die meisten Fragen wurden zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht gestellt. Denn von einem auf den anderen Tag kann die Selbstbestimmtheit krankheitsbedingt verloren gehen. Die meisten Menschen gehen von der falschen Voraussetzungen aus, dass Familienangehörige dann eine gesundheitliche Entscheidung treffen oder eine Unterschrift leisten können.

Des Themas der Sterbehilfe nahmen sich Monika Hofmeister, leitende Koordinatorin des Hospizvereins Düsseldorf-Nord, Gisela Beckmann, Seelsorgerin und Vorstandsmitglied des Hospizvereins, sowie der Hausarzt und Palliativmediziner Claudius Löns an. Sie widmeten sich den Fragen zur Selbstbestimmung am Lebensende - aus medizinischem, psychosozialen und spirituellem Blickwinkel.

Schon zu Lebzeiten sollte man sich Gedanken darüber machen, wie die eigene Beerdigung finanziert werden soll. Das Sterbegeld wurde 2004 aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen. Schnell kommen für die Hinterbliebenen mehrere tausend Euro an Kosten zusammen. Oliver Wirthmann, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur, empfahl den Zuhörern zwei Finanzierungsmöglichkeiten: ein Treuhandkonto oder eine Sterbegeldversicherung. Für das Teuhandkonto wird mit einem Bestatter der eigenen Wahl ein Bestattungsvorsorgevertrag geschlossen. Entsprechend zum Kostenvoranschlag wird ein Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag abgeschlossen.

Weitere Vortrags-Themen waren: Finanzplanung und Vermögensvorsorge zu Lebzeiten (Thomas Franke, Geschäftsführer der National-Bank Vermögenstreuhand), Vorsorge durch lebenszeitige Übertragung von Vermögenswerten (Notar Stephan Wehrstedt), Vorsorge durch Testament und Erbvertrag (Notarin Carolin Opgenhoff), Erben und Vererben (Rechtsanwalt Jens Gartung).

Quelle: RP
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