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Düsseldorf
Rückert-Gymnasium kooperiert mit Gedenkstätte

Düsseldorf. Fünf Schulen haben bereits Verträge unterzeichnet. Von Sven-André Dreyer

Die Zahlen sprechen für sich: "Während die Mahn- und Gedenkstätte im vergangenen Jahr von insgesamt 25.000 Interessierten besucht wurde, erwarten wir bis Jahresende rund 50.000 Besucher", sagt Hildegard Jakobs (49), stellvertretende Leiterin der Einrichtung im historischen Stadthaus an der Mühlenstraße. Grund dafür ist nicht nur die aktuelle, bis zum 18. Dezember verlängerte Ausstellung des Journalisten Hans Berben, dessen Fotografien die frühe Nachkriegszeit Düsseldorfs dokumentieren, sondern vor allem auch die Bildungsarbeit.

Als fünfte Düsseldorfer Schule unterzeichnete nun Dorothee Pietzko (53), Leiterin des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Rath, einen Kooperationsvertrag. "Die Gedenkstätte ist für Schüler wie Lehrer eine sehr wichtige Einrichtung. Sie unterstützt die geschichtliche und politische Bildung", sagt Dorothea Kusch (62), die am Friedrich-Rückert-Gymnasium Geschichte und Deutsch unterrichtet. "Der historische Bezug zu Düsseldorf und den persönlichen Geschichten der Bewohner dieser Stadt wird hier ganz unmittelbar hergestellt. Das kann ein nur allgemein gehaltenes Geschichtsbuch niemals leisten."

Als Teil der 2014 initiierten Bildungspartnerschaft "Gedenkstätte und Schule" der Medienberatung sowie des NRW-Schulministeriums wird es Schulen ermöglicht, Kooperationsverträge abzuschließen. Die für zunächst zwei Jahre geschlossenen Vereinbarungen umfassen neben regelmäßigen Besuchen der Einrichtung als außerschulischem Lernort auch die Gestaltung von Projekten. Schulbegleitende Angebote wie etwa Theater- und Filmprojekte, die jeweils ein Jahr andauern, werden ebenfalls gemeinsam realisiert. Und auch eine Vorbereitung auf Exkursionen, etwa zu ehemaligen Konzentrationslagern wie Auschwitz, wird angeboten.

Neben dem Rückert-Gymnasium haben bereits das Walter-Eucken-Berufskolleg, die Lore-Lorentz-Schule, die Heinrich-Heine-Gesamtschule, das Luisen-Gymnasium sowie die Volkshochschule einen Vertrag unterschrieben.

Quelle: RP
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