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Rücktrittsforderung an Merkel
21 Mitglieder der JU Düsseldorf protestieren gegen "Putschversuch"

Reaktionen auf das Aus der Jamaika-Sondierungen
Reaktionen auf das Aus der Jamaika-Sondierungen FOTO: dpa, bvj hjb
Düsseldorf. In einem offenen Brief haben sich 21 Mitglieder der Jungen Union Düsseldorf, darunter mehrere Mitglieder des Kreisvorstands, von der Rücktrittsforderung der Jungen Union an Bundeskanzlerin Angela Merkel distanziert. Sie sprechen von einer Entgleisung.

"Es widerspricht unserem Verständnis von konservativer Politik, in der Phase der Regierungsbildung einen Putsch gegen eine Parteivorsitzende und Spitzenkandidatin anzuzetteln", heißt es in einer Erklärung der jungen Christdemokraten.

Die verwahren sich auch gegen den Stil ihres Vorstands, über den Vorsitz der Bundespartei im Anschluss an eine Kreisdelegiertenversammlung unangekündigt in einer Vorstandssitzung zu beraten.

Zehn Vorstandsmitglieder hatten am Ende ihrer Sitzung unter Punkt "Verschiedenes" über einen von Constantin Bintz nach eigenen Angaben spontan eingereichten Antrag diskutiert, sieben hatten zugestimmt, zwei dagegen votiert, und ein Mitglied hatte sich enthalten.

Im Protestbrief wird der Kreisvorsitzende Ulrich Wensel aufgefordert, sich "nicht vor der basisdemokratischen Beteiligung und Diskussion zu verstecken". Die Rücktrittsforderung, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hat, betrachten die Jung-Politiker als "Entgleisung".

(sg)
 
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