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Düsseldorf
Schauspielchef sucht Probebühne

Düsseldorf. Wilfried Schulz braucht bis zum Sommer noch einen Ort, wo sein Ensemble proben kann.

Eigentlich will Wilfried Schulz dem Schauspielhaus künstlerische Impulse geben - bislang muss der neue Intendant aber einen Großteil seiner Zeit darauf verwenden, die Grundlagen für seine Arbeit zu schaffen. Die sind auch ein halbes Jahr vor dem Start nicht vollständig: Schulz sucht noch eine Immobilie, in der sein Ensemble proben kann. Er freut sich über jeden Vorschlag, berichtete er dem Kulturausschuss.

Der aus Dresden nach Düsseldorf wechselnde Theatermann will das Haus wieder zentral in der Stadt verankern, wie er sagt. Das Haus, also das Theater am Gustaf-Gründgens-Platz, steht ihm aber mindestens für die erste Spielzeit nicht zur Verfügung. "Ich versuche, die Situation mit dem noch vorhandenen Resthumor zu nehmen", sagte Schulz den Politikern. Das Central - eigentlich die Probebühne - wird die Hauptspielstätte bleiben, zudem will er Theater an wechselnden Orten bieten. "Under Construction" hat er als hausinternes Motto für die Spielzeit ausgegeben.

Den Politikern übermittelte der Intendant einen klaren Wunsch: Die Stadt solle die Chancen nutzen, die sich am Gründgens-Platz bieten. Theater kann dort vorerst nicht gespielt werden, weil die Tiefgarage erneuert und das Projekt "Kö Bogen II" realisiert wird. Schulz plädierte dafür, dass die Zeit auch für weitere Sanierungen am Theatergebäude genutzt wird. Außerdem könne endlich der Platz vor dem Theater besser gestaltet werden. "Wenn die Stadt diese Chance nicht ergreift, ist sie dämlich", sagte Schulz. Der sucht übrigens noch eine Immobilie: Er will in Düsseldorf eine "Bürgerbühne" gründen - auch dafür gibt es noch keinen Standort.

(arl)
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