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Düsseldorf
Schauspielhaus: Eine Million Euro für Probebühne?

Schauspielhaus startet im Central
Düsseldorf. Die Sperrung des Schauspielhauses für die Spielzeit 2016/17 kommt die Stadt teuer zu stehen. Diverse Ausweichstätten für Proben und Aufführungen sollen angemietet werden - zusätzlich zum "Central" am Hauptbahnhof, das ohnehin zur Verfügung steht.

Wie berichtet, belaufen sich die Mehrkosten auf mindestens 2,8 Millionen Euro. Kulturdezernent Hans-Georg Lohe stellte gestern die Überlegungen im Kulturausschuss vor. Rückfragen gab es keine - obwohl es hinter den Kulissen auch aus den Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP durchaus Redebedarf gibt.

Er gilt unter anderem dem größten Posten. Die Stadt will die "Botschaft" am Worringer Platz anmieten, ehemals Kino und zuletzt der Club "Foyer". Sie soll für Proben genutzt werden. Zusätzlich zur Miete veranschlagt die Stadt nach RP-Informationen rund eine Million Euro für die Herrichtung. Angedacht ist, dass die "Botschaft" anschließend weiter für die Kultur genutzt wird. Dafür wären aber weitere Arbeiten nötig, so Lohe im Kulturausschuss.

Die einzelnen Vorhaben sollen der Politik noch vorgelegt werden. Da die Zeit drängt, will das Kulturamt aber schon tätig werden. So sollen Proberäume auch im Capitol-Theater angemietet werden, dort wird auch das Kinderstück zu sehen sein. Außerdem plant Schulz, ein Theaterzelt aufzustellen. Lohe betont die Schwierigkeiten der Spielzeit: Der Intendant kann nicht auf Wiederaufnahmen zurückgreifen, sondern muss ein komplett neues Repertoire erarbeiten - und das, während das "Central", die eigentliche Probebühne, für Aufführungen genutzt wird. "Wir brauchen ausreichend Probemöglichkeiten für den ambitionierten Spielplan", sagt Lohe. Das Schauspielhaus ist wegen der Bauarbeiten für "Kö-Bogen II" nicht nutzbar.

(arl)
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