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Düsseldorf
Schilder nur für Adleraugen?

Düsseldorf. Seniorenrat: Neue Haltestellen-Schilder sind nur schwer lesbar. Von Jörg Janssen

Pünktlich zum Start der Wehrhahn-Linie stellt die Rheinbahn in diesen Tagen 400 neue Haltestellenschilder auf. "Insgesamt tauschen die Kollegen rund 16.000 Medien, darunter Aushangfahrpläne, Umgebungspläne, Netzpläne und Tarifinfos aus", teilte das Unternehmen gestern mit.

Doch nicht alle Schilder treffen auf ungeteilte Begeisterung. "Die Schrift unter dem H-Zeichen ist eindeutig zu klein. Für Senioren und Menschen mit Einschränkungen beim Sehen kann das zum Problem werden", sagt Ulrike Schneider, Vize-Vorsitzende des Seniorenrats.

Schrift zu klein? Tim Bäumken, Leiter Verkehrsplanung, und Markus Lücking, Teamleiter Haltestellen, stellten an der Steinstraße das neue Schild auf. FOTO: RB

Tatsächlich sind die Buchstaben auf den Schildern (siehe nebenstehendes Foto) klein geraten. "Um es wirklich einzuschätzen, muss ich mir vor Ort erst noch ein Bild machen", sagt Sabine Humpert-Kalb vom Beirat für Menschen mit Behinderung. Die Sehbehinderte betont, die Zusammenarbeit mit der Rheinbahn sei mit Blick auf die Einweihung der Wehrhahn-Linie gut gelaufen. Es habe regelmäßige Treffen gegeben. So sei eine CD mit Informationen rund um die neuen Streckenpläne produziert worden.

Kurz nach der Einweihung der Linien soll es zudem eine Führung für Blinde und Sehbehinderte geben. "Das sollte schon im Vorfeld geschehen, aber aufgrund des dichten Terminlage musste das ein wenig verschoben werden", sagt Gerd Kozyk, der als Sehbehinderter ebenfalls dem Beirat angehört.

Auch auf der Facebook-Seite der Rheinbahn wurde die kleine Schriftgröße kontrovers diskutiert. "Es gibt in Düsseldorf nicht nur Leser mit Adleraugen", schrieb ein Nutzer der Seite.

Quelle: RP
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