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Düsseldorf
Schläger wegen Ananas-Frisur wiedererkannt

Raub, Betrug, Diebstahl: Kriminalität in der Altstadt
Raub, Betrug, Diebstahl: Kriminalität in der Altstadt FOTO: Christoph Göttert
Düsseldorf. Die Polizei identifizierte einen Mann anhand seines auffälligen Haarschnitts. An den Festtagen gab es rund 700 Einsätze. Von Thorsten Breitkopf

Sein extravaganter Look wurde in der Nacht zu Sonntag einem 23-Jährigen aus Nordafrika zum Verhängnis. Gestern gegen 2.30 Uhr war ein 22-jähriger Altstadtbesucher in der Nähe des Burgplatzes unterwegs, als ihn unvermittelt ein Unbekannter mit der Faust niederschlug und ihn am Boden liegend gegen den Kopf trat. Anschließend entwendete der Mann die Geldbörse und das Smartphone seines Opfers.

Ein unabhängiger Zeuge, der den Angriff beobachtet hatte, beschrieb der Polizei den Täter als etwa 1,75 Meter groß, sehr schlank und 20 bis 30 Jahre alt. Auffällig sei seine Frisur gewesen. Die Haare seien an den Seiten kurzrasiert und oben, ähnlich einer Ananas, hochgesteckt gewesen. Mit diesem "Steckbrief" fahndeten die Einsatzkräfte in der Altstadt und fanden den Tatverdächtigen eine Stunde später auf der Bolkerstraße.

Der Mann ist polizeilich bekannt und ohne festen Wohnsitz. Er wurde gestern im Polizeigewahrsam vernommen. Der 22-jährige Geschädigte erlitt nach Polizeiangaben leichte Verletzungen.

Düsseldorf: Unfall auf der Kölner Landstraße FOTO: Patrick Schüller

Insgesamt gab es am Feiertagswochenende deutlich mehr Polizeieinsätze als im Vorjahr. 675 Einsätze bewältigten die Polizeibeamten an den Feiertagen im Stadtgebiet. Im Vorjahr waren es mit 579 deutlich weniger. Verglichen mit einem durchschnittlichen Tag aber war die Zahl der Einsätze gering. Laut Polizeisprecher Markus Niesczery werden an normalen Tagen 700 Einsätze im Schnitt gezählt. In 33 Fällen griffen Polizisten bei Streitigkeiten ein. Drei Schlägereien mussten sie beenden. In 21 Fällen kam es zu Körperverletzung. 24 Randalierer, darunter neun Frauen, mussten beruhigt werden. Fast alle (21) verbrachten die Nacht zur Ausnüchterung im Polizeigewahrsam. Bei Verkehrsunfällen im Stadtgebiet erlitten an den Weihnachtsfeiertagen 16 Menschen Verletzungen. Die Kriminalpolizei registrierte 35 Einbrüche. Bis zum ersten Weihnachtsfeiertag nahmen die Polizeibeamten 61 Verkehrsunfälle auf. Bei zweien war Alkohol im Spiel.

Auch die Düsseldorfer Feuerwehr hatte mehr zu tun als an den Weihnachtsfeiertagen des Vorjahres. Während es in den typischen Feuerwehrdisziplinen "Feuermeldungen" und "Hilfeleistungen" mit 36 Einsätzen eher ruhig blieb, wurde vor allem der Rettungsdienst stark frequentiert. 392 Mal rückte ein Rettungswagen zu einem medizinischen Notfall aus, teilt die Feuerwehr mit.

Quelle: RP
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