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Düsseldorf
Schlafplätze für wohnungslose Düsseldorfer

Düsseldorf. In Düsseldorf muss nach Einschätzung der Stadt niemand auf der Straße schlafen. "Wir lassen niemanden allein", sagt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. In Kooperation mit den Trägern der Wohnungslosenhilfe verfüge Düsseldorf über ein engmaschiges Angebot. Dies gelte auch für jene, die aus unterschiedlichen Gründen lieber unter freiem Himmel übernachteten.

Im Durchschnitt schlafen etwa 120 bis 150 Menschen auf der Straße, schätzt Hintzsche. Scham, Unwissenheit, Angst vor Behörden, Alkohol- und Drogensucht oder psychische Probleme seien häufig die Gründe dafür. Für diese Gruppe bietet die Ordensgemeinschaft der Armen Brüder besondere, voraussetzungsfreie Übernachtungsmöglichkeiten an der Prinz-Georg-Straße an. Dort besteht auch die Möglichkeit, Haustiere mitzubringen. Derzeit sind in Düsseldorf rund 400 Menschen in stationären Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und rund 900 Menschen in städtischen Notunterkünften untergebracht. Daneben stehen ganzjährig etwa 140 Plätze in Notschlafstellen zur Verfügung.

Bürger, die den Eindruck haben, dass Menschen sich im Freien selbst gefährden, sollten folgende Stellen informieren: Hotline der Beratung für Obdachlose: Montag bis Freitag, 8 bis 15.30 Uhr, Tel. 89-96189; Nachtunterkunft "Franziska-Schervier-Haus": Montag bis Freitag, 15.30 bis 1 Uhr, Wochenende/Feiertage, 18 bis 1 Uhr, Tel. 60 28 35-00.

(jj)
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