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Düsseldorf
Die schlimmsten Radwege der Stadt

Diese Radwege ärgern Düsseldorfer
Diese Radwege ärgern Düsseldorfer FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. In der Fahrradstadt Düsseldorf läuft es nicht auf jedem Radweg rund. Einige RP-Leser haben uns die Radwege gezeigt, die sie als gefährlich, fahrradunfreundlich oder schlecht geplant ansehen - und haben auch Änderungsvorschläge parat. Von Oliver Burwig

Haltestelle Burgmüllerstraße Mit "Vorsicht! Dünne machen!"-Schildern wies der ADFC auf den schmalen Gehweg an der Haltestelle Burgmüllerstraße hin. "Wenn eine Mutter mit Kinderwagen hier vorbei möchte, wird es eng", meint auch Leser Ansgar Bolle. Sein Vorschlag: Den Radweg näher zur Straße setzen und den Fußweg verbreitern.

Rheinpromenade "Ich bin hier schon beschimpft worden, weil ich geklingelt habe", sagt Gerd Schumann. Oft nutzt er den Radweg auf der Rheinuferpromenade - ebenso viele Fußgänger, die aus Querstraßen kommen und oft nicht wissen, dass sie auf einem Radweg gehen. "Es fehlen Fahrradsymbole auf dem Weg", findet Schumann. 

Düsseldorf: Das sind die beliebtesten Fortbewegungsarten FOTO: Andreas Endermann

Hammer Straße Auch auf der Hammer Straße Richtung Landtag fiel dem ehemaligen Hobby-Rennradler eine Problemstelle auf: "Die Haltestelle Erftstraße/Grand Bateau ist Wartezone, Fuß- und Radweg in einem. Da sind Unfälle programmiert.

Uhlandstraße Ein Leser kritisiert die Kreuzung Grafenberger Allee/Uhlandstraße. Radler, die von der Beethovenstraße Richtung Innenstadt wollen, müssen beim Linksabbiegen durch die neue Fahrbahnführung den Weg der Radfahrer kreuzen, die geradeaus in die Uhlandstraße wollen. Auch die Radfahrer-Ampeln, die mit denen für Fußgänger gleichgeschaltet sind, seien wenig sinnvoll.

Diese Düsseldorfer Promis fahren Rad FOTO: Endermann, Andreas

Hüttenstraße Jedes Mal, wenn Sabrina Maßmann auf der Hüttenstraße auf dem Weg in die Stadt die Gustav-Poensgen-Straße kreuzt, ärgert sie sich: "Man kommt von einem Radweg und muss sich ohne eine eigene Spur in den Autoverkehr einfädeln. Das ist für Radfahrer schwer zu schaffen." Sie wünscht sich auf beiden Straßenseiten einen Radweg über die Kreuzung. 

2014: Das sind die schlimmsten Radwege in Düsseldorf FOTO: Güne

Bismarckstraße Nach der Einschätzung eines weiteren Lesers ist die Bismarckstraße "in den Abendstunden wegen Falschparkern kaum zu befahren". Statt in den Parkbuchten hielten Autos regelmäßig auf der Straße und ließen dann nur noch Platz für ein Fahrrad oder ein Auto.

Burgplatz Wenn Veranstaltungszelte den Radweg vor der Rheintreppe belegen, wird der Burgplatz für Stephan Gerbaulet zur "schlimmsten Radler-Passage".Auch sonst sei die Stelle ein Problem: Zwar sei es gut, dass das Kopfsteinpflaster abgeschliffen ist, trotzdem wisse "kein Mensch, dass das eine Fahrradspur sein soll", sagt der 49-Jährige. 

Königsallee "Ein Acker mit Asphalt" ist für Leser Sebastian Rose der gemeinsame Fuß- und Radweg an der Kö. Das verblasste Fahrradsymbol auf dem Weg trage dazu bei, dass Fußgänger und Radfahrer sich regelmäßig in die Quere kommen. Stattdessen solle die Stadt einen Fahrradstreifen auf der Straße nach Norden führen und einen eigenen Radweg nach Süden vom gemeinsamen Bürgersteig abtrennen. 

Talstraße Auch der Radweg auf der Talstraße bietet Rose Grund zur Kritik. Die Bremsschwellen am Südende der Straße seien so angebracht, dass Radfahrer sie nur links umfahren können. Zudem seien die Wartezeiten an den Ampeln Fürstenwall und Bilker Straße zu lang - der Autoverkehr auf beiden Straßen würde die langen Rotphasen für Radfahrer und Fußgänger nicht rechtfertigen.

Oberkasseler Brücke Als ehemaliger Rettungsfahrer empfindet Leser Georg Lück den geplanten Radweg auf der Fahrbahn der Oberkasseler Brücke als gefährlich. "Der LKW-Sog und böiger Seitenwind bringt Radler aus der Spur und drückt sie auf die Fahrbahn", sagt Lück. Der gemeinsame Fuß- und Radweg habe bisher immer "gut funktioniert".

Quelle: RP
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