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Düsseldorf
Schlüsseldienst-Mitarbeiter soll Kunden betrogen haben

Düsseldorf. Mit besonderer Dreistigkeit soll sich ein Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes das Handy einen Kunden (20) verschafft und sich auf diese Weise des Betruges und der Datenvernichtung schuldig gemacht haben. Dafür war gegen den Schlosser (24) eine Strafe von 3600 Euro verhängt worden. Dagegen zog der Schlüsseldienst-Mitarbeiter nun vor Gericht.

Doch zum Prozesstermin am Donnerstag ließ sich weder der angeblich geprellte Kunde blicken noch dessen Mutter. Laut Anklage hatte der Schlosser im Mai 2015 dem Kunden an der Richardstraße aus der Patsche geholfen, als er dessen Wohnungstür knackte und ein neues Türschloss einbaute. Dafür habe er 450 Euro verlangt. Da der Kunde nur 150 Euro besaß, ließ sich der Schlüsseldienst-Mitarbeiter einen Pfandschein über das neuwertige Handy des Kunden unterschreiben. Dabei soll der 24-Jährige dem Kunden aber in Betrugsabsicht einen "Kaufvertrag" über das Handy untergeschoben haben.

Erst der Mutter des 20-Jährigen gelang es dann, das Handy mehrere Tage später wieder auszulösen. Zu diesem Zeitpunkt war das Gerät durch den Angeklagten aber schon auf Werkseinstellung zurückgesetzt, alle Handy-Daten waren gelöscht worden. Ob das so zutrifft, will der Richter demnächst in einem neuen Prozessversuch klären. Dem Kunden und seiner Mutter, die den Termin platzen ließen, brummte der Richter allerdings je 100 Euro Ordnungsgeld auf.

(wuk)
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