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Düsseldorf
Schüler blicken auf die Berufswelt

Düsseldorf. "Komm auf Tour" will Siebt- und Achtklässlern Orientierung geben. Von Sebastian Kalenberg

Beim Projekt "Komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft" informierten sich knapp 800 Schüler aus Düsseldorfer Haupt-, Gesamt- und Förderschulen im Mercedes-Benz-Werk über Wege in den Beruf. In einem Erlebnisparcours wurden die Stärken der teilnehmenden Siebt- und Achtklässler bestimmt. "Wir wissen selber, dass die Berufsorientierung in diesem jungen Alter eher ein stiefmütterliches Thema ist. Mit 'Komm auf Tour' versuchen wir, es auf spielerische Weise den Kindern näher zu bringen", sagt Schuldezernent Burkhard Hintzsche über das Kooperationsprojekt, das mit Unterstützung der Agentur für Arbeit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Stiftung Pro Ausbildung stattfindet.

Sechs Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben und Zielen durchliefen die Schüler. Im "Labyrinth" mussten sie durch ein geschicktes Vorgehen den richtigen Weg finden, in der "sturmfreien Bude" war die Selbstständigkeit der jungen Teilnehmer gefragt, wenn es um das Reparieren der Spüle ging. "Meine Aufgabe war, eine Pizzarechnung über zwölf Bestellungen zusammenzurechnen. Zum Glück bin ich gut in Mathe und habe es geschafft", meinte Vivian Tonne (12), die später einmal Chemielaborantin werden möchte.

Das Projekt möchte die Jugendlichen nicht direkt in einen Ausbildungsberuf bringen, sondern lieber die Stärken und Interessen ermitteln, um dann eine mögliche Richtung anzuregen. So ging es an einigen Stationen auch um "Soft-Skills" wie Teamfähigkeit und soziale Kompetenz. Wie hilfreich eine frühe Orientierung ist, stellte Roland Schüßler von der Agentur für Arbeit heraus: "In Düsseldorf werden 180 verschiedene Ausbildungsberufe angeboten. Das ist im landesweiten Vergleich eine hohe Zahl. Aber leider werden auch fast 25 Prozent der Ausbildungsverträge wieder aufgelöst. Mit "Komm auf Tour" wollen wir auch dazu beitragen, die Abbrecherquote zu senken."

Quelle: RP
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