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Düsseldorf
Schüler demonstrieren mit Wimmelbild für Kinderrechte

Düsseldorf. Mit der Künstlergruppe "Child of Play" startet die Organisation "SOS Kinderdörfer weltweit" eine Kampagne. Von Sven-André Dreyer

Wer sich das Bild anschaut, entdeckt stets Neues: Ein rosafarbener Elefant trifft auf bunte Herzen, lächelnde Blumengesichter sitzen vor gesprühten Wandbildern in leuchtenden Farben, eine Kinderparade zieht mit Instrumenten entlang des Rheins. Aus bis zu 180 Einzelfotos bestehend, montieren die Künstler der Gruppe "Child of Play" fotografisch Schicht für Schicht zu einem gigantischen Wimmelbild, das rund 200 Düsseldorfer Kinder in farbenfrohen, spielerischen Szenen zeigt. Schauplatz der mehr als 180 Grad umspannenden Fotografie ist die Freitreppe am Burgplatz. Hier fügen sich die Schüler nacheinander unter Anleitung der Künstler Hannes Seebacher und Lukas Maximilian Hüller einzeln oder in Gruppen in das Set des Großfotos und setzen sich damit für ihre Rechte als Kinder ein.

Rund zwei Wochen vor den Aufnahmen hatten Schüler der Gemeinschaftshauptschule in Benrath, der Gemeinschaftsgrundschule Max-Halbe-Straße in Mörsenbroich sowie des Görres-Gymnasiums in den Räumen des Gymnasiums in der Innenstadt bereits Requisiten für das Foto erarbeitet. In Kreativ-Workshops vermittelten ihnen Schauspieler, wie sie pantomimisch drei weltweite Forderungen der Organisation SOS Kinderdörfer darstellten: Neben dem Recht auf Mitbestimmung und Beteiligung steht bei der Kampagne das Recht auf Bildung, aber auch das Recht auf Spiel und Freizeit im Vordergrund. "Herauszufinden, wo die Gemeinsamkeiten von Spielen und Lernen liegen, ist ein zentraler Punkt des Projektes", erklärt Petra Horn (53), Vorstandsmitglied der Organisation. Das nun in Düsseldorf entstandene Großfoto soll den Start einer weltweiten Kampagne für Kinderrechte markieren. "Wir fordern, dass weltweit die Rechte der Kinder beachtet und in Deutschland die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden", sagt Horn. Um die Vorbereitung des Großfotos und die angebotenen Workshops für Interessierte zu dokumentieren, begleiteten vier Schüler des Görres-Gymnasiums das gesamte Projekt redaktionell. In ihrem Blog berichten sie von den Aktionen.

Quelle: RP
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