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Schüleraustausch Comenius-Gymnasium
Schüler schwärmen von Australien

Schüleraustausch Comenius-Gymnasium: Schüler schwärmen von Australien
Marlen am Pool, nachdem sie mit Klamotten in das Wasser gesprungen ist. FOTO: Agustin Krieg
Düsseldorf/Brisbane. Die Schüler des Comenius-Gymnasiums fühlen sich in Australien offenbar richtig wohl und genießen dort die Vorzüge einer Privatschule. Vom Schulleben und Kafffee berichtet diesmal Agustin Krieg. Von Agustin Krieg

Donnerstag, 10. März

Hier trainieren die Schüler. FOTO: Agustin Krieg

Australien ist bis jetzt der Hammer. Doch was am unfassbarsten ist, ohne lange nachdenken zu müssen, die Schulanlage. Es ist alles neu, modern und sauber. Die Schule verfügt über einen Pool mit zehn Bahnen, welcher an den heißen Tagen super ist und in den Freistunden fast nur von uns Deutschen alleine genutzt wird.

Das schuleigene Fitness-Center hat alles, was ich mir vorstellen kann und noch viel mehr. Es ist sogar erst zwei Wochen alt und somit in bestem Zustand. Dort waren einige schon von uns schon, um sich ein bisschen auszutoben beziehungswiese mit den super Staturen der Australier mitzuhalten.

Der australische Gastbruder William Carrett. FOTO: Agustin Krieg

Natürlich hat die Schule auch diverse Tennisplätze, Volleyballfelder und Außensportgeräte. Der riesen Fußballplatz ist, wie zu erwarten, trotz täglicher Sonne ,,super grün”.

Das Schulgelände ist allgemein für Außenstehende sehr unübersichtlich. Selbst nach vier Tagen kann ich mich nur grob orientieren. Am Wichtigsten für mich Kaffee-Junkie ist ohne Zweifel der familiär wirkende Coffeeshop. Der Kaffee ist ein wahrer Genuß. Komischerweise verfügt meine Hostfamily nicht über eine Kaffeemaschine, weswegen ich an den Shop gebunden bin. Die Preise für einen Cappuccino-Double-Shot sind jedoch erschwinglich ($AUS 3,50 ~ 2,40 €), wenn man bedenkt, dass die Maschinen immer italienisch sind und die Bohnen frisch gemahlen.

Doch zurück zu der Schule. In den Klassenräumen sind überall Smartboards, wandgroße Whiteboards und natürlich ein Set Laptops. Diese werden jedoch nur wenig genutzt, weil die meisten Schüler sowieso über eigene Laptops und Tablets verfügen. Im Hinterkopf muss man jedoch immer behalten, dass es sich um eine Privatschule handelt und daher nicht mit meiner Schule, dem Comenius-Gymnasium, oder anderen deutschen öffentlichen Schulen zu vergleichen ist.

Meine Familie hier ist - im positiven Sinne - etwas außergewöhnlich. Die Carretts sind super freundlich, bestehend aus den Eltern, zwei Töchtern, drei Söhnen und fünf deutschen Boxern. Der jüngste Sohn ist sechzehn Jahre alt, heisst William David Carrett und hat die Aufgabe, sich um mich zu kümmern.

Er ist immer für eine Runde Billard zu haben oder wenn es darum geht, im Pool über die Zukunft zu philosophieren. Will wird von jedem 'Bill' genannt und kennt jeden in der Schule, was das Schulleben für mich um einiges einfacher gemacht hat. Das Haus, in dem er lebt, ist super groß und etwa genauso modern wie die Schule. Mein Zimmer teile ich mit einem weiteren Deutschen genannt ,, Huberti''. Unser Zimmer ist etwa 20m² groß - wir haben sogar ein eigenes Bad und einen Balkon.

Aufgewacht sind wir die letzten Tage entweder durch die lauten Vögel oder dem Frühstück, welches man bis in unser Zimmer riechen konnte. Wir dürfen uns entweder selber etwas zum Frühstück machen oder es gibt - wie heute - vorzügliche Pancakes. Abends gab es bis jetzt immer frisches und deftiges Essen, welches wir uns aussuchen durften. Immer lecker, doch auf gesund wird bei uns in der ,,Family'' eher nicht geachtet.

Ich bin bis jetzt sehr, sehr froh am Austausch teilgenommen und die Möglichkeit bekommen zu haben, in Australien zur Schule zu gehen. Allein der Gedanke, dass ich jetzt zu Hause frieren und Klausuren schreiben müsste und stattdessen meine Abende im Pool verbringe, lässt mein Herz höher schlagen.

Am Besten gefällt mir die Mentalität der Australier. Sie sind viel entspannter und offener als jede andere Nation, die ich bis jetzt kennengelernt habe.

Zu den bisherigen Tagebucheinträgen gelangen Sie hier:

-  Bericht 1 von Bibiane Neisser
-  Bericht 2 von Hannah Neuman
- Bericht 3 von Anna Hochmuth
 

 

(isf)
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