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Düsseldorf
Schüler streiten für mehr Inklusion

Düsseldorf. Düsseldorfer Schulen planen Aktionen für die kommenden Wochen. Von Julia Chladek

"Tour der Begegnung - Inklusion läuft!" lautet das Motto des Sternlaufs von Schülern mit und ohne Behinderung, der vom 5. April bis zum 25. Mai in ganz NRW stattfindet. Mit über 4500 Teilnehmern von 30 Förderschulen des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und 20 allgemeinen Schulen will das Projekt Aufmerksamkeit für das Thema Inklusion erreichen.

Den Auftakt bildete vergangene Woche das Startfest am Düsseldorfer Landtag, zu dem sich 280 Schüler auf den Weg gemacht hatten. Auch vier Düsseldorfer Schulen waren dabei: Das LVR-Berufskolleg Düsseldorf mit dem Fachschwerpunkt Sozialwesen, die Kurt-Schwitters-Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache sowie die Karl-Tietenberg-Schule mit dem Förderschwerpunkt Sehen. Letztere hatte die Organisation des Auftakts federführend übernommen und die Kooperation mit der benachbarten Hermann-Gmeiner-Grundschule in die Wege geleitet.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulen besteht schon lange, in diesem Halbjahr ist unter anderem ein Zirkusprojekt geplant. "Außerdem arbeiten wir daran, unsere Kooperation grundsätzlich auszubauen, zum Beispiel durch gemeinsame AGs", sagte Peter Mages, Schulleiter der Karl-Tietenberg-Schule. Landtagspräsidentin Carina Gödecke und LVR-Vorsitzende Anne Henk-Hollstein übernahmen den offiziellen Teil. Henk-Hollstein lobte, dass in diesem Jahr auch viele Regelschulen mit von der Partie seien. "Durch Sport lernen die Kinder ganz einfach, unkompliziert miteinander umzugehen", sagte sie. Zum Abschluss gab es auf der Landtagswiese noch eine große Luftballonaktion.

Für die Düsseldorfer Schulen stehen in den nächsten Wochen zahlreiche Aktionen auf dem Programm. Eine gleich doppelte Zusammenarbeit hat dabei die Kurt-Schwitters-Schule in Gerresheim ins Leben gerufen: Gemeinsam mit dem LVR-Berufskolleg und dem Marie-Curie-Gymnasium geht es für die Schüler am 24. Mai auf einen Charity-Lauf zum Landtag, wo ein Empfang und eine Führung auf sie warten.

Doch die Tour der Begegnung ist nicht die einzige Kooperation zwischen den drei Förder- und Regelschulen. "Projekte wie diese nehmen momentan immer mehr zu", sagt Norbert Bahn, Schulleiter der Kurt-Schwitters-Schule. "Wir haben schon viele kleinere Aktionen auf die Beine gestellt und für den Herbst ein großes Tanzprojekt im Maritim-Hotel geplant, zu dem eigens ein Tanzpädagoge aus Bayern kommen wird."

Quelle: RP
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