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Düsseldorf
Messe zeigt Schuhe aus dem 3-D-Drucker

Schuhmesse GDS 2015 in Düsseldorf zeigt Modelle aus dem Drucker
Nicht nur in Hallen wie auf diesem Bild, sondern auch in den Straßen rund um die Kö sollen bei der GDS Trends präsentiert werden. FOTO: GDS/Constanze Tillmann
Düsseldorf. Zum 120. Mal stellen ab Mittwoch auf der Schuhmesse GDS internationale Hersteller die neueste Mode für den Fuß vor. Am Freitag feiern Messe, Handel und Einkäufer in der Innenstadt das Festival der Schuhe. Von Dagmar Haas-Pilwat

Gut gelaunt reisen die Schuh-Fabrikanten mit ihren Musterkoffern an den Rhein. Denn die Deutschen mögen Schuhe und sie kaufen sie auch: 2014 wurden rund 440 Millionen Paar Schuhe stationär und online "verbraucht". Das entspricht einem Pro-Kopf-Konsum von 5,4 Paar und einen Umsatzwachs von 8,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, wie Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Schuh- und Lederwarenhersteller (HDS/L) vor der Eröffnung der GDS, mitteilt.

Auch 2015 sind Sneaker, Stiegel, Sandaletten und Stilettos ebenso gefragt wie die Leitmesse der Branche. Auf der GDS werden von morgen bis Freitag 880 Aussteller nicht nur die neuesten Kollektionen für den nächsten Sommer zeigen, sondern erstmals auch Schuhe aus dem 3D-Drucker zu sehen sein. Nach der Mode, inzwischen werden 3-D-Stoffe verarbeitet, sind auch gedruckte Pumps keine Vision mehr.

Diese Trends gibt es auf der Schuhmesse 2015 zu sehen FOTO: dpa, fg vfd

Mit "Digital Craft" setzen die Messemacher ein aktuelles Thema in Szene und demonstrieren die Einsatzmöglichkeiten von gedruckten Prototypen bis hin zu tragbaren Schuhen aus dem Drucker. So zeigt die niederländische Designschule SLEM eine komplette 3D Produktionsstraße. "Wir wollen Information und Inspiration bieten", sagt Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf. "Unsere Maßnahmen sind gezielt auf die Bedürfnisse der Besucher ausgerichtet, um ihnen einen umfassenden Überblick zu Trends, ausgestellten Kollektionen und Lieferanten zu geben."

Wie sehen die Sandalen im nächsten Sommer aus? Was bedeutet das Comeback der 70er-Jahre-Mode mit Schlaghose, Hosenrock, 7/8- und Marlene-Hosen für den Schuh? Soll man auch 2016 in Sneaker investieren? Auf all die Fragen gibt Claudia Schulz, Trendexpertin des Deutschen Schuhinstituts, klare Antworten.

Promi-Schaulaufen zum Start der Schuhmesse GDS FOTO: Christoph Reichwein

Demnach heißt es, "Lola rennt" auch weiter sportlich auf tragbaren Turnschuhen mit Minimal-Gewicht durchs Leben. Die Sneakerwelle ist ungebrochen - als Schnürer oder Slip-On treten sie in schlichten Unifarben, simplen Tennisschnitten und glattem Leder auf oder in wilden, bunten und glänzenden Materialien.

Clogs und Sandalen mit massiven Holzsohlen zählen demnach zu den Aufsteigern auf dem Markt - geschlossen oder offen, flach oder hoch, mit Fransen oder Schimmer, passen sie zum wiederentdeckten Hippie-Stil. Ebenso wie der Fransenlook mit indianischem Einfluss. Wenn Fransen aus Veloursleder sind, dann ausgesprochen weiblich. Denn schließlich war Pocahontas eine Prinzessin.

Nachdem Birkenstock-Sandalen und Adiletten erfolgreich wieder auf der Bildfläche erschienen sind, stehen nun die Trekking-Sandalen in den Startlöchern mit durchgehenden Brikettsohlen. Bei den feineren Sandalen gilt alles, was den Knöcheln betont, als modisch angesagt.

Auch bei den Männern setzt sich zwar der Sneaker-Kult fort, aber die Klassiker wie Chelseaboots, Collegeschuhe und Monks gewinnen an Boden. An heißen Tagen setzt der Mann auf Sandaletten und Pantoletten mit markanten Profilsohlen. Farblich setzen sich neben Schwarz und Weiß als Trendfarbe besonders Blau, leicht-lichte Pastelltöne sowie als Kontrast bunt Bedrucktes, sportliches Rot und Gelb durch.

Quelle: RP
 
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