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Düsseldorf
Schulbegleiter: CDU fürchtet Qualitätseinbußen

Düsseldorf. Die CDU-Fraktion im Rat kritisiert, dass künftig nur noch zwei Träger Integrationskräfte für Kinder mit Handicap, die eine Schule besuchen, stellen. Bei diesem von der Stadt umgesetzten "Pooling" drohten Qualitätseinbußen. Zudem müssten Teile der Helfer gezwungenermaßen den Arbeitgeber wechseln.

"Und die beiden von der Stadt ausgewählten Anbieter decken nicht mehr alle Konfessionen ab", bemängelt Olaf Lehne (CDU), Vorsitzender des Sozialausschusses.

Ab August werden die Schulbegleiter für etwa 420 Kinder mit Handicap von der Graf-Recke-Stiftung Erziehung und Bildung sowie der Initiative integratives Lernen vermittelt. Roland Buschhausen, Leiter des Sozialamts, hatte das unter anderem damit begründet, dass zu viele Schulbegleiter in einer Klasse sich störend auswirken könnten. In zwei Schulen sei das Pooling bereits mit gutem Erfolg getestet worden. Demgegenüber bemängelt die CDU, mit dem neuen Verfahren werde ein Springersystem eingeführt.

"Genau das kann aber in einem Bereich, in dem es um längerfristige und stabile Bindungen geht, zum Problem werden", meint Lehne. Bereits vor der Entscheidung hatte Heike Götz vom Verein "Gemeinsam Leben und Lernen in Düsseldorf" Bedenken geäußert. Eltern hätten die Sorge, dass ihr Kind einem Experiment zum Opfer fallen könnte.

(jj)
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