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Düsseldorf
Schutz vor Dieben im Krankenhaus

Düsseldorf. Uniklinik, Polizei und Weisser Ring starten Kooperation, um Patienten über Gefahren aufzuklären. Von Sonja Schmitz

Krankenhäuser sind offene Einrichtungen. Das nutzen nicht nur Patienten und Besucher, sondern auch Kriminelle, die sich auf Diebstähle in Kliniken spezialisiert haben.

300 dieser Taten werden bei der Polizei in Düsseldorf pro Jahr gemeldet, 60 davon im Uniklinikum. Dabei gehen die Experten davon aus, dass ein Teil der Diebstähle gar nicht gemeldet wird. Mit einem gemeinsamen Pilotprojekt von Polizei und Weisser Ring möchte das Uniklinikum Patienten darüber informieren, wie sie sich besser vor Dieben schützen können.

Dass Kriminelle sich beispielsweise verkleiden, um sich möglichst unverdächtig in Krankenhäusern zu bewegen, diese Erfahrung hat Klaus Höffken, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, bereits persönlich gemacht. Er hat einmal einen Mann im Blaumann angesprochen, der das Schild fehlte, das ihn als Angehöriger des Klinikums auswies. Auf die Frage, wohin er wolle, behauptete dieser, er arbeite im Klinikum. Nach der Begegnung fehlten Höffken die Papiere. Die Täter passten sich wie am Flughafen, wo Diebe im Anzug sich als Geschäftsleute geben, ihrem Umfeld an, sagt Georg Schimmelpfennig von der Düsseldorfer Polizei.

Weil der Sicherheitsdienst der Klinik nicht überall präsent sein kann, setzt die Klinik auf Aufklärung. Ab Mittwoch, 13. Dezember, 14 bis 16 Uhr bietet der Weisse Ring im Empfangsbereich des Zentrums für operative Medizin II (ZOM II) eine Präventions- und Beratungssprechstunde an. Sie wird es dann jeden zweiten Mittwoch im Monat geben. Dazu legt die Klinik Informationen mit Verhaltensmaßnahmen für Patienten aus. "Wir können nicht jeden Diebstahl verhindern, aber wir können mit Tipps dazu beitragen, dass es erst gar nicht dazu kommt", sagt Polizeipräsident Norbert Wesseler.

Diese sieben Tipps sollten Patienten berücksichtigen: Keine größeren Geldbeiträge oder wertvolle Schmuckgegenstände in das Krankenhaus mitnehmen. Bargeld oder Wertgegenstände einschließen oder bei der Verwaltung abgeben. PIN-Nummern (EC-Karte, Mobiltelefon) nicht notieren, sondern auswendig lernen. Immer die Zimmertür schließen. Auf abgestellte Handtaschen oder abgelegte Garderobe der Mitpatienten achten. Fremde Personen im Patientenzimmer ansprechen und das Pflegepersonal informieren. Jeden Diebstahl beim Pflegepersonal melden und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Quelle: RP
 
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