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Düsseldorf
Schwimmverbot in Fluss und Seen

Düsseldorf: Zwei Notfälle wegen Schwimmens im Rhein
Düsseldorf: Zwei Notfälle wegen Schwimmens im Rhein FOTO: Patrick Schüller/ ANC-NEWS
Düsseldorf. Wem die städtischen Freibäder zu voll sind, der weicht auf den Rhein oder umliegende Badeseen aus. Die Gefahren, die vom schwimmen in öffentlichen Gewässern ausgehen, sind den meisten bei sommerlichen Temperaturen egal - oder einfach nicht bewusst.

Die Botschaft, dass selbst erfahrene Schwimmer bei Unterströmungen oder Strudeln in Gefahr geraten können, wird also, so lange die Temperaturen hoch sind, immer wieder von Stadt, Feuerwehr, Wasserschutzpolizei, DLRG und DRK wiederholt.

Düsseldorf: Badeunfall im Rhein - Feuerwehr rettet Schwimmer FOTO: Gerhard Berger

Eine aktuelle Studie der DLRG besagt, dass pro Jahr rund 500 Menschen in Deutschland ertrinken - die meisten davon in Seen und Flüssen, einige auch in Kanälen und Hafenbecken.

Schwimmen im Rhein Im Rhein ist das Schwimmen nach der Verordnung über das Baden in der Bundeswasserstraße Rhein und im Schifffahrtsweg Rhein-Kleve in bestimmten Zonen verboten. So gilt 100 Meter oberhalb und unterhalb von Rheinhäfen absolutes Badeverbot. An Brücken, Schiffs- und Fährlandestellen, Schleusen, Vorhäfen, Umschlagstellen und Werften darf ebenfalls nicht geschwommen werden. An den Buhnen oder Kribben, also den dammartigen Erhöhungen, die die Fließgeschwindigkeit des Stromes in seiner Mitte erhöhen, bilden sich oft gefährliche Strudel und Strömungen. Starke Strömung herrscht auch in der Fahrrinne, in der ebenfalls nicht geschwommen werden darf. Zwar nicht verboten, aber genau so gefährlich, kann das Baden am Ufer sein. Vorbeifahrende Schiffe ziehen das Wasser an. Der sogenannte Rückschwall, also die schnelle Rückkehr des Wassers, kann die Badenden umreißen und abtreiben lassen.

Regeln zum Schwimmen im Rhein

Schwimmen in Baggerseen Baggerseen werden durch Grundwasser gespeist. Dadurch ändern sich Wassertemperatur, Tiefe und Uferformationen immer wieder. Die unterschiedlichen Wassertemperaturen, sogenannte Sprungschichten, können zu Kreislaufproblemen oder Krämpfen führen. Die Temperaturen können hier innerhalb weniger Zentimeter Unterschiede von bis zu zehn Grad erreichen. Ein weiteres Problem sind Wasserpflanzen wie Algen, die sich um die Beine der Schwimmer wickeln und somit zum Ertrinken führen können.

Grundsätzlich ist das Baden nur dort erlaubt, wo es auch Betreuung gibt, also in den Freibädern am Unterbacher See. Für alle anderen Baggerseen gilt dagegen ein Badeverbot.

Generell gilt, dass nur diejenigen ohne Schwimmhilfen ins Wasser gehen sollten, die gut schwimmen können. Überhitzt, mit vollem, oder zu leerem Magen oder nach Alkoholkonsum sollte man das Schwimmen ebenfalls sein lassen.

(csk)
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