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Düsseldorf
Schwul-lesbische Ampeln: In Düsseldorf bleibt das Männchen

Düsseldorf: Schwul-lesbische Ampeln: In Düsseldorf bleibt das Männchen
....und hier steht ein Frauenpaar. FOTO: dpa, ren cv
Düsseldorf. Düsseldorf wird wohl nicht dem Vorbild von Hamburg folgen, wo im Stadtteil St. Georg so genannte "Vielfaltampeln" eingeführt werden: Sie zeigen statt des Ampelmännchens, schwule oder lesbische Paare, Hand in Hand.

Vorreiter war Wien, wo diese Ampeln für einige Zeit vor dem Eurovision Song Contest umgestaltet wurden, in München war das vor dem Christopher Street Day (CSD) der Fall.

Das Ampelmädchen aus Köln-Ehrenfeld FOTO: Jasmin

In Düsseldorf hält sich die Begeisterung in Grenzen. "In Wien war es eine Super-Aktion, auch fürs Stadtmarketing", sagt Grünen-Fraktionschef Norbert Czerwinski, der mit einem Mann verheiratet ist. Je mehr Städte das machten, desto mehr verpuffe aber der Effekt. "An uns wird es nicht scheitern, wir planen jedoch keinen Vorstoß", so Czerwinski. Stadtweit könne er sich das nicht vorstellen, sagt SPD-Fraktionschef Markus Raub. Denkbar sei dies allenfalls punktuell zum CSD - falls der Aufwand nicht zu hoch sei.

 

"Wir haben andere Sorgen", sagt Andreas Hartnigk (CDU). Er fühle sich nicht diskriminiert, weder bei Ampel-Männchen noch bei Ampel-Frauchen. Verkehrsdezernent Stephan Keller nennt den Vorschlag albern. Besser sei, die Ampeln so zu modernisieren, "dass Busse und Bahnen beschleunigt werden".

(dr)
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