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Prachtbauten
Das sind Düsseldorfs Traumschlösser

Düsseldorfs Schlösser
Düsseldorfs Schlösser FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. Düsseldorf hat märchenhafte Schlösser zu bieten - und zwei von ihnen stehen sogar gerade zum Verkauf. Unsere Fotografin war auf Schloss-Tour und hat beeindruckende Bilder mitgebracht. Von Elena Erbrich und Jana Bauch (Fotos)
  • Schloss Kalkum
Schloss Kalkum in Düsseldorf FOTO: Jana Bauch

Schloss Kalkum zählt zu den bedeutendsten Wasserschlössern in Nordrhein-Westfalen. Der Bau hat eine mehr als tausend Jahre alte Geschichte. Im 9. Jahrhundert war das Schloss ein Königshof, im Mittelalter ein Rittersitz, im 19. Jahrhundert ein Landsitz im barock-klassizistischen Stil. Bis 2014 war im Schloss eine Dependance des Landesarchives untergebracht. Nun steht es zum Verkauf. Das Schloss hat eine Nutzfläche von 9300 Quadratmetern. Das Grundstück ist knapp 90.000 Quadratmeter groß. Immobilienexperten schätzen es auf einen Wert zwischen 14 und 28 Millionen Euro.

Besuch In den Sälen des Schlosses finden heute unter anderem Konzerte statt. Das soll auch nach dem Verkauf so sein.

  • Schloss Benrath
Schloss Benrath in Düsseldorf FOTO: Hans-Juergen Bauer

Das prachtvolle Lustschloss in Benrath im Stil des Rokokos wurde von Kurfürst Karl Theodor Ende 1755 in Auftrag gegeben. Er hatte an der Stelle ein Wasserschloss vorgefunden. Das hatte unter anderem auch Johann Wilhelm genutzt, es war aber aufgrund eines Brandes unbewohnbar. Der französische Bau- und Gartendirektor Nicolas de Pigage ersetzte es schließlich durch das Lustschloss nach französischem Vorbild. 1770 war es fertig. Der Kurfürst besuchte das Schloss nur ein einziges Mal.

Besuch Einen Blick ins Schloss gibt es bei den Führungen, unter anderem samstags und sonntags um 11, 12.30, 13.30, 14 und 16 Uhr.

Eintritt Erwachsene: 14 Euro, Kinder und Jugendliche (sechs bis 17 Jahre): vier Euro.

Infos www.schloss-benrath.de

  • Schloss Garath
Schloss Garath in Düsseldorf FOTO: Bretz, Andreas

Urkundlich erwähnt wurde Schloss Garath erstmals im 13. Jahrhundert. Ein Rittergeschlecht hatte dort wohl aber schon im 9. Jahrhundert seinen Sitz. Im 18. Jahrhundert legte man den Park nach Plänen von Nicolas de Pigage, dem Architekten von Schloss Benrath, an. Das Schloss im heutigen Zustand wurde in den Jahren 1912 und 1913 errichtet: Albert von Burgsdorff, Schwiegersohn des Industriellen Gustav Poensgen, ließ es fast vollständig abreißen und erneuern.

Besuch Das Schloss ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, dort ist das Management Center Schloss Garath untergebracht, unter dessen Dach rund 30 Unternehmen arbeiten. Das Schloss dient ihnen als Begegnungsstätte.

  • Schloss Jägerhof
Schloss Jägerhof in Düsseldorf FOTO: Jana Bauch

Schloss Jägerhof wurde 1752 bis 1763 gebaut - wie das Schloss Benrath im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor. Und wie das Schloss Benrath ist es im Stil eines Lustschlosses des Rokokos errichtet. Der erste Entwurf des Baumeisters Johann Joseph Couven sah ein dreigeschossiges Gebäude mit mittlerem Turm und Flügelbauten vor. Oberbaudirektor Nicolas de Pigage setzte nicht alle Maßnahmen um. So wurde das Gebäude 1762 ohne Seitenflügel fertiggestellt. Bis 1795 war dort der Sitz der obersten Jägermeister. Seit 1955 wird es als Museum genutzt. Das Goethe-Museum und die Stiftung Ernst Schneider sind dort.

Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag und Sonntag: 11 bis 17 Uhr. Samstag: 13 bis 17 Uhr.

Eintritt Eine Karte kostet vier Euro.

Info www.goethe-museum.com

  • Schloss Mickeln
Schloss Mickeln in Düsseldorf FOTO: Jana Bauch

Der Herzog Prosper Ludwig von Arenberg ließ das Schloss Mickeln im Stadtteil Himmelgeist zwischen 1839 und 1842 erbauen. 1835 hatte er das Haus Mickeln und den Meierhof aus dem Jahr 1210 gekauft. Beide Bauten brannten jedoch ab. Nur die Vorburg des Hauses blieb erhalten. Der aus dem Emsland stammende Architekt Josef Anton Niehaus errichtete das neue Herrenhaus an der heutigen Stelle. Erst hieß es Haus Mickeln, dann Schloss Mickeln. Vorlage für das klassizistisch-historistische Schloss Mickeln waren Stiche von Villen des Genueser Architekten Galeazzo Alessi aus dem 16. Jahrhundert.

Besuch Seit 2000 ist Schloss Mickeln ein Tagungs- und Gästehaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

  • Schloss Eller
Schloss Eller in Düsseldorf FOTO: Jana Bauch

Schloss Eller im gleichnamigen Stadtteil hat eine lange Geschichte. Bevor es zum Schloss wurde, war es Wasserburg und Haus. Erstmals erwähnt wurde die Burg 1309. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass sie noch älter ist. 1823 kaufte der Freiherr Carl von Plessen das Anwesen. Sofort ließ er die mittelalterliche Anlage bis auf den Burgturm abtragen. Dort entstand dann bis 1826 das klassizistische Schlossgebäude. Bis etwa 1950 sprach man vom Haus Eller, erst danach von Schloss Eller.

Besuch Schloss Eller wurde von 2008 bis 2010 saniert. Heute finden dort Seminare, Tagungen und Trauungen statt. Eine Suite gibt es auch. Dort werden Bräute gestylt.

Info www.idr-schloss-eller.de

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Quelle: RP
 
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