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Düsseldorf
Seniorenrat will Altersarmut in den Fokus stellen

Düsseldorf. Das Ergebnis war einstimmig: Geht es nach dem Seniorenrat, wird es bald eine Fachkonferenz zum Thema "Altersarmut und Alterseinsamkeit" geben, in der kommunale Handlungsstrategien entwickelt werden sollen.

"Das ist ein Thema, das in unserer Stadt sehr viele Menschen betrifft", sagte Hartmut Mühlen bei der Vorstellung des Antrages. Dieser soll nun an den Ausschuss für Gesundheit und Soziales weitergeleitet werden.

Armut im Alter ist auch in der Landeshauptstadt kein seltenes Phänomen, wie Zahlen des Caritasverbands Düsseldorf zeigen: Die Armutsgefährdungsquote bei Rentnern liegt mit 17,5 Prozent zwar unter dem Bundesdurchschnitt von 25,1 Prozent, dennoch handelt es sich um eine zahlenmäßig ansteigende Gruppe. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 lag die Anzahl der Empfänger von Grundsicherungsleistungen im Alter ab 65 Jahren in Düsseldorf noch bei rund 4.500 Personen, im Jahr 2014 waren es nach Angaben der Caritas bereits 10.700.

Und Menschen, die im Alter von Armut betroffen sind, haben nicht nur finanzielle Nachteile: Neben Immobilität, dem Ausscheiden aus dem Berufsleben und abnehmender Dichte sozialer Netze - unter anderem durch verstorbene Partner oder Freunde - ist Armut auch ein Faktor für Einsamkeit älterer Menschen, sagt Georg Peters, Koordinator der Zentren Plus des Caritasverbandes. "Menschen, deren finanzielle Mittel es nicht ermöglichen, an Freizeitangeboten teilzunehmen, haben ein erhöhtes Risiko, Einsamkeit zu erleiden", so Peters. In den Zentren plus gibt es daher auch kostenlose Angebote, um allen Menschen die Teilnahme an Aktivitäten zu ermöglichen, die Senioren zusammenbringen können.

(tak)
 
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