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Düsseldorf
Sexueller Übergriff auf Frau im Zug: Urteil erwartet

Düsseldorf. Mit weniger als vier Jahren Haft kann ein 35-Jähriger nach der versuchten Vergewaltigung einer Frau (26) in einer Zugtoilette in einem Regionalexpress zwischen dem Düsseldorfer Hauptbahnhof und Benrath rechnen. Der Prozess gegen den erheblich vorbestraften Mann wird morgen (12.30 Uhr, Saal 1.109) beim Amtsgericht eröffnet - und dort können maximal vier Jahre verhängt werden. Die Anklage lautet auch nicht auf versuchte Vergewaltigung, sondern auf sexuelle Nötigung.

Am 23. Januar dieses Jahres, gegen 21 Uhr, war der Angeklagte der Frau im Zug zur Toilette gefolgt, schlug mit einem Gegenstand auf sie ein, traf sie damit am Bauch, Kopf und im Gesicht, wollte die Frau küssen und drückte den Gegenstand an ihren Hals. Das Opfer schrie um Hilfe, wehrte sich und bettelte um Gnade. Der Angreifer drohte, die Frau zu töten, öffnete seine Hose und fasste ihr in den Schritt. Erst als zwei andere Passagiere zu Hilfe eilten, konnte die 26-Jährige flüchten. Diese Toiletten-Attacke wertet die Anklage nun als sexuelle Nötigung, was bei einem Jahr Mindeststrafe als Verbrechen gilt.

Nach bisheriger Planung will das Amtsgericht noch morgen zu einem Urteil kommen.

(wuk)
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