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Düsseldorf
Sieben Hauptschulen sollen bleiben

Düsseldorf: Sieben Hauptschulen sollen bleiben
Müssen die Schullandschaft neu organisieren: Dagmar Wandt, Leiterin des Schulverwaltungsamts, und Dezernent Burkhard Hintzsche FOTO: Thomas Bußkamp
Düsseldorf. Die Stadt drückt beim Thema Schulbau aufs Tempo. Heute erreicht ein neues Maßnahmenpaket Fachleute und Politiker. Es sieht 185 neue Räume und 26 neue Züge vor. Einige Projekte setzt die Schulbautochter IPM um. Von Jörg Janssen

Einen ordentlichen politischen Schlagabtausch dürfte es am kommenden Donnerstag im Schulausschuss geben. In der Sitzung wird die Verwaltung das mit Spannung erwartete Paket "Schulorganisatorische Maßnahmen 3" (SOM 3) präsentieren und zur Abstimmung stellen. Die damit befassten Politiker und Fachleute sollen die Vorlage von heute an erhalten. Die RP nennt die wichtigsten Vorhaben.

Neue Schulen In Oberbilk entsteht anstelle der Adolf-Reichwein-Hauptschule ein weiteres Gymnasium. Die Halbtagsschule soll vier Klassen pro Jahrgang haben ("vierzügig") und den Namen "Städtisches Gymnasium Schmiedestraße" erhalten. Die Gemeinschaftshauptschule wird zum 31. Juli 2016 aufgelöst. Für längstens drei weitere Jahre werden die noch vorhandenen Klassen als "Teilstandort" der Dumont-Lindemann-Hauptschule weitergeführt. Ebenfalls zum Juli 2016 aufgelöst wird die Gemeinschaftshauptschule Melanchthonstraße in Benrath. Dort wird die sechste städtische Gesamtschule entstehen. Geplant sind vier Klassen pro Jahrgang im Ganztagsbetrieb. Das Georg-Büchner-Aufbaugymnasium in Golzheim (nur Oberstufe für Schüler, die besondere Förderung brauchen) wird zu einem städtischen Standard-Gymnasium mit Sekundarstufe I und II. Dieses auf rund 1000 Schüler ausgelegte Gymnasium wird die Räume der heutigen Realschule Golzheim übernehmen.

Real- und Hauptschulen Die Realschule Golzheim wird im benachbarten Stadtteil Stockum in Sichtweite des Max-Planck-Gymnasiums auf dem heutigen Schulsportplatz Koetschaustraße neu errichtet. Wie alle anderen Realschulen bleibt sie erhalten. Bestehen bleiben auch die ab 2016 noch vorhandenen sieben Hauptschulen. "Weitere Schließungen planen wir in absehbarer Zeit nicht", sagt Schulverwaltungsamtsleiterin Dagmar Wandt.

Größere Schulen Neben Neubauten setzen Wandt und Florian Dirszus, Leiter der Projektgruppe Schulbau, vor allem auf die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten. Stimmt die Politik zu, werden folgende Schulen dauerhaft mehr Klassen (= Züge) pro Jahrgang erhalten: Geschwister-Scholl-Gymnasium in Bilk (sechs statt fünf Züge zum nächstmöglichen Zeitpunkt); Friedrich-Rückert-Gymnasium in Rath (fünf statt vier Züge ab 2016), Gymnasium Koblenzer Straße (fünf statt vier Züge ab 2016).

Grundschulen Folgende Schulen erhalten mehr Klassen pro Jahrgang: Matthias-Claudius-Schule (vier statt zwei); KGS Florensstraße (drei statt zwei); KGS Fleher Straße (drei statt zwei); Joachim-Neander-Schule (drei statt zwei); KGS Unter den Eichen (vier statt zwei); Volker-Rosin-Schule (drei statt zwei); Astrid-Lindgren-Schule (drei statt zwei); St. Apollinaris (fünf statt drei).

Schulbaufirma/Finanzierung Mit der Umsetzung der Neubau-Projekte wird nach dem Willen der Verwaltung die Schulbau-Firma IPM beauftragt. Einen Kostenrahmen gibt es noch nicht, er bleibt einem künftigen Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss vorbehalten.

Quelle: RP
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