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Düsseldorf
So erlebt ein Düsseldorfer die Situation auf Bali

Düsseldorf: So erlebt ein Düsseldorfer die Situation auf Bali
Yannik-Noah Borgard lebt seit diesem Jahr auf Bali. FOTO: borgard
Düsseldorf. Seit sieben Monaten lebt Yannik-Noah Borgard auf Bali, verfolgt schon seit Wochen einen möglichen Vulkanausbruch. Bereits im September hatte es Anzeichen gegeben. Seit einigen Tagen nun spuckt der Mount Agung Asche, zur Sicherheit wurde der Flughafen bis gestern Vormittag geschlossen.

Für den 22 Jahre alten selbstständigen Autor aus Düsseldorf aber noch kein Grund zur Beunruhigung, Touristenzentren wie Ubud, Kuta, Seminyak, Canggu und Sanur lägen mehr als 40 Kilometer vom Vulkan entfernt. "Leider kursieren eine Menge falscher Informationen, sodass viele Touristen nicht mehr wissen, wie der aktuelle Stand ist", sagt Borgard.

Für die Einheimischen allerdings, die evakuiert wurden, sieht die Situation ganz anders aus: "Diese Flüchtlinge leben in ärmsten Unterkünften, in Zelten, ohne genug Kleidung, Essen, Wasser oder Medizin", sagt er. Und das auch noch zur Regenzeit. "Ein verpasster Flug oder Probleme mit dem Arbeitgeber sind nichts dagegen", findet Borgard.

Wie viele Touristen tatsächlich festsaßen auf Bali, ist unklar. Bis zu 6000 Deutsche befänden sich auf der Insel, "wenige Hundert warteten am Flughafen", sagt Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband. Überhaupt sei die Zahl der Touristen überschaubar, das bestätigt auch Nicole Wilhelm vom Reisebüro Droste, "wir haben keine Saison". Und Maschinen, die vom Düsseldorfer Flughafen starten, seien durch den Vulkan nicht beeinträchtigt, Direktflüge nach Bali gäbe es nicht, sagt Florian Gränzdörffer von Lufthansa.

(nika)
 
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