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1200 Stück im Stadtgebiet
So funktionieren die neuen Leihfahrräder in Düsseldorf

1200 Stück im Stadtgebiet: So funktionieren die neuen Leihfahrräder in Düsseldorf
Unser Autor Robin Hetzel beim Test des neuen Leihfahrrad-Angebots. Die Räder verfügen über sieben Gänge, der Sattel kann angepasst werden. FOTO: H.-J. Bauer
Düsseldorf. Seit einigen Tagen stehen an unzähligen Ecken im Stadtgebiet neue Mieträder von Ford. Mehr als 1200 sind es insgesamt. Wie tauglich das Fahrradverleihsystem für den Alltag ist, zeigt ein Selbstversuch. Von Robin Hetzel

Wer kennt es nicht? Da geht man in der Mittagspause die Abendplanung durch, bis einem auffällt: Da war doch etwas! Der Kühlschrank ist leer, und das Paket muss noch abgeholt werden. So ging es mir zumindest als Student während meiner Pause. Dann kam mir eine Idee: Seit einigen Tagen fielen mir Hunderte blau-silberne Fahrräder auf, die überall in der Stadt verteilt sind - das neue Fahrradverleihsystem FordPass Bike. Doch wie tauglich ist der Service für den Alltag?

  • Die Anmeldung

Um mir ein Fahrrad auszuleihen, lade ich mir zunächst die App auf mein Smartphone. Damit mir die verfügbaren Räder angezeigt werden, muss ich ein Benutzerkonto erstellen. Doch schon taucht das erste Problem auf: Die App zeigt an, keine Verbindung zum Internet zu haben. Erst nach mehrmaligem Aus- und Einschalten des Internets und der Erstellung des Benutzerkontos öffnet sich die Stadtkarte, auf der die Stationen und die Anzahl der freien Räder angezeigt werden. Ich klicke auf die Station, an der ich das Fahrrad ausleihen möchte. Nun gebe ich die Nummer ein, die auf dem Rahmen des Rades zu finden ist. Auf dem Display am Lenker gebe ich den Sicherheitscode ein, der mir auf dem Smartphone angezeigt wird, und schon entsperrt sich das Schloss.

  • Das Fahrrad

Den Sattel kann ich problemlos auf meine Körpergröße einstellen. Insgesamt ist das Fahrrad sehr gut in Schuss: Die sieben Gänge lassen sich fließend schalten, die gut aufgepumpten Reifen sorgen für einen angenehmen Fahrkomfort. Einziges Manko: Der Lenker des Rades lässt sich nicht verstellen.

  • Die Fahrt

Die ersten Minuten mit dem robusten Citybike gestalten sich deshalb gewöhnungsbedürftig. Ich muss mich ungewohnt weit nach vorne beugen, um die zudem etwas widerständige Lenkung zu bedienen. Angesichts der aufziehenden Wolken freue ich mich, dass sogar das Licht automatisch anspringt. In der Innenstadt angekommen stelle ich das Fahrrad ab, drücke den roten Sperrknopf und schiebe den Riegel vor. Auf dem Display am Lenker taucht nun die Frage auf, ob ich eine Fahrtpause einlegen möchte. Ich tippe auf "Ja", und schon ist das Fahrrad für mich reserviert. Auch die Weiterfahrt klappt reibungslos: Mit dem erneuten Eingeben des Codes schalte ich mein Fahrrad wieder frei. Meine Einkäufe verstaue ich auf dem großen Gepäckträger. Der Rückweg zum Campus gestaltet sich angenehm, da ich mich an die robuste Lenkweise des Fahrrads gewöhne. Wieder vor Ort stelle ich das Fahrrad an einer der vielen Stationen ab und schließe das Schloss - das Ende meiner ersten Leihfahrrad-Tour.

  • Vergleich und Kosten

Die Idee des Bikesharings in Düsseldorf ist nicht neu: Seit 2008 gibt es den Anbieter Nextbike, bei dem die Nutzer ebenfalls einen Euro für eine halbe Stunde Radeln zahlen. Während die Tagespauschale bei FordPass Bike maximal 15 Euro (ermäßigt 12 Euro) kostet, ist der Konkurrent mit neun Euro etwas günstiger. Bei FordPass Bike können maximal zwei Räder zeitgleich ausgeliehen werden, bei Nextbike vier Fahrräder. Hinzu kommt bei FordPass Bike im Basistarif eine Jahresgebühr von drei Euro.

Trotzdem lösche ich die App vorerst nicht von meinem Smartphone. Wer weiß, wann ich das nächste Mal spontan ein Fahrrad benötige.

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Quelle: RP
 
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