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Tour de France 2017
So hätte die Strecke in Düsseldorf im Jahr 1903 ausgesehen

Sehen Sie auf unseren Vorher-Nachher-Bildern, wie sich Düsseldorf (hier: die Kö) verändert hat.FOTO: Stadtarchiv, Maximilian Krone
Düsseldorf . Wir schreiben das Jahr 1903. In Frankreich findet die erste Tour de France statt. Wie hätte die Strecke der Tour de France zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf ausgesehen? Und wie sieht der direkte Vergleich heute aus? Von Maximilian Krone

Rund 30 Jahre nach dem Sieg über den damaligen Erbfeind im Westen blüht das Deutschen Reich wirtschaftlich auf. Spürbar ist das auch in Düsseldorf. Hätte der Grand Départ dort damals stattgefunden, hätten die Besucher eine Stadt im Aufbruch erlebt. An vielen Stellen wird gebaut.

Von Messe oder Rotterdamer Straße fehlte noch jede Spur. Lediglich die "Schnellenburg" stand schon. FOTO: Stadtarchiv, Maximilian Krone

Mehr und mehr Menschen zieht es in die Stadt am Rhein, die damals bereits über 200.000 Einwohner zählt. Nach und nach wird der Ruf als reiche und mächtige Stadt buchstäblich in Stein gemeißelt. Das linksrheinische Oberkassel entsteht mit seinen prachtvollen Stadthäusern, an der Kö wird bereits flaniert.

Die Gebäude am Luegplatz haben sich während 100 Jahren kaum verändert. FOTO: Stadtarchiv, Maximilian Krone
Das Gebäude ist neu, das Lebensgefühl blieb erhalten: Auch heute wird auf der Kö noch flaniert. FOTO: Stadtarchiv, Maximilian Krone

Entlang des Rheinufers werden mit dem heutigen Oberlandesgericht und der Villa Horion samt Provinzialverwaltung wuchtige Verwaltungsgebäude fertiggestellt. In dieser Zeit festigt sich auch der Ruf, Düsseldorf sei der "Schreibtisch des Ruhrgebiets".

Düsseldorf gilt seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Verwaltungs-, aber auch als Industriestadt. In Gerresheim, das erst 1909 eingemeindet werden wird, befindet sich zu dieser Zeit die weltweit größte Glashütte.

Einen heftigen Wandel erlebte die Gerresheimer Glashütte. Bald soll auf dem Gelände gebaut werden.FOTO: Stadtarchiv, Christoph Reichwein

Es lässt sich anhand alter Bilder nur noch erahnen, wie schön Düsseldorf damals war. Durch die Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs gingen viele prächtige Bauten verloren oder wurden durch modernere ersetzt.

Der Graf-Adolf-Platz war damals wie heute ein geschäftiger Ort. Nur die Bebauung hat sich geändert. FOTO: Stadtarchiv, Maximilian Krone

Mit der Zerstörung der alten Bauten verschwand auch die enge Verbindung zum Rhein. Während die Düsseldorfer im Jahr 1903 noch auf einer Promenade am Rhein flanieren können, entsteht dort nach dem Krieg die mehrspurige Bundesstraße 1. Mehr als 40 Jahre wird es dauern, bis Stadt und Fluss durch den Bau des Rheinufertunnels wieder vereint sind.  

Wo damals die Gartenbau-Ausstellung stattfand, stehen heute Tonhalle und der Ehrenhof.FOTO: Stadtarchiv, Maximilian Krone

Viele Grundzüge und Traditionen haben die Wirren zweier Weltkriege aber überlebt: Schon damals zog es die Düsseldorfer über den Hindenburgwall (der heute Heinrich-Heine-Allee heißt) in die Altstadt.  

Eingang Bolkerstraße: Heute trifft man sich vor McDonalds, damals wohl am Kaiser-Wilhelm-Denkmal .FOTO: Stadtarchiv, Maximilian Krone

Und auf den Oberkasseler Rheinwiesen war zur Kirmes auch damals schon richtig was los.

Schon damals beliebt: Die Rheinkirmes. Kleidung und Geschäfte haben sich aber geändert. FOTO: Stadtarchiv/dpa

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