| 00.00 Uhr

Düsseldorf
So soll die Düsseldorfer Luft besser werden

Düsseldorf: So soll die Düsseldorfer Luft besser werden
Beim Car-Sharing könnte eine neue Bundesgesetzgebung dazu führen, dass die Angebote größer werden. Beim Car-Sharing könnte eine neue Bundesgesetzgebung dazu führen, dass die Angebote größer werden. FOTO: Drivenow
Düsseldorf. Elektro- und Hybridautos, Leih-Fahrräder, schadstoffarme Busse - die Zahl der umweltfreundlichen Fahrzeuge in der Stadt wächst. Von T. Breitkopf und C. Herrendorf

Luftreinheit wird zum Dauerthema. Erst hatte die Deutsche Umwelthilfe erfolgreich gegen die Stadt geklagt, nun veröffentlichte Greenpeace eine Studie, laut der die Werte für Düsseldorf (insbesondere für Radfahrer) noch schlimmer sein dürften. Die Konsequenz: Düsseldorf muss deutlich größere Anstrengungen unternehmen, um Vorgaben zu erreichen. Ein Überblick über den Stand der Dinge und die Pläne:

Antriebe Im August waren in Düsseldorf 316 Elektroautos und 1267 Hybridautos gemeldet. In der städtischen Flotte befinden sich 17 Elektrofahrzeuge, drei Hybridfahrzeuge, vier E-Roller und 25 E-Bikes. In den kommenden zwölf Monaten will die Stadt acht weitere Elektrofahrzeuge kaufen. Als erste Kommune bietet die Stadt an, dass Provatleute die E-Autos außerhalb der Dienstzeiten mieten können. Mehr dazu unter www.e-carflex.de

Tankstellen Im öffentlichen und halböffentlichen Straßenraum gibt es 65 Stadtwerke-Ladesäulen mit 160 Ladepunkten, hinzu kommen eine Naturstrom-Ladesäule sowie sieben RWE-Ladesäulen im halböffentlichen Raum. Die Stadtwerke planen, in den nächsten zwei bis drei Jahren 50 weitere Ladesäulen aufzustellen. Außerdem kann jeder Hauseigentümer sich eine Ladestation einrichten. Die Stadt fördert Wand-Ladestationen für Elektrofahrzeuge mit 20 Prozent der Anschluss- und Gerätekosten (maximal 500 Euro).

In Düsseldorf steht auch eine Wasserstofftankstelle, am Höherweg 200. Eine weitere ist geplant.

Leihräder Düsseldorf bemüht sich aktuell, das Radwegenetz seinem Prädikat fahrradfreundliche Stadt anzupassen. Der Umstieg aufs umweltfreundliche Zweirad soll zudem durch Mieträder, die angemeldete Fahrer spontan buchen können, befördert werden. Bei Nextbike kostet eine halbe Stunde einen Euro, ein ganzer Tag neun Euro.

Rheinbahn Die Busse des Nahverkehrsunternehmens haben einen Anteil von rund 14 Prozent an den Stickstoff-Emissionen. Er könnte auf null sinken, wenn die Rheinbahn ausschließlich Elektrobusse einsetzt. Bisher gibt es aber nur zwei Fahrzeuge mit Batterieantrieb sowie zehn Hybridbusse. Die Technik sei bei Bussen noch nicht ausgereift, man wolle kein Versuchslabor sein, heißt es bei der Rheinbahn. Deshalb hat sie 80 Busse bestellt, die die Euro-6-Norm erfüllen, und in den nächsten beiden Jahren die Busse mit Euro-3-Norm ablösen. So würde der Schadstoffausstoß nach Unternehmensangaben um 90 Prozent sinken. Elektrobusse sollen laut Hersteller ab dem Jahr 2020 Marktreife haben und kämen bei künftigen Bestellungen in Betracht.

Car-Sharing In der Mischung der Verkehrsmittel bilden Autos, die registrierte Nutzer überall in der Stadt buchen können, einen kleinen Anteil. Dieser ist in Düsseldorf aber zumindest gut ausgebildet. Die Anbieter Car2go und Drivenow gelten als etabliert, eine neue Bundesgesetzgebung weckt die Hoffnung, dass die Unternehmen ihre Flotte erweitern. Bei Drivenow gehören Elektroautos bereits dazu, Car2go hat aktuell keine derartigen Pläne.

Schiffe Auch vom Rhein geht ein Teil der Schadstoffbelastung aus. Darauf kann die Stadt Einfluss nehmen, wenn die Schiffe hier anlegen, etwa Hotelschiffe während der großen Messe. Im Luftreinhalteplan ist vorgesehen, dass bei Abschluss neuer Gestattungsverträge die Schiffe mit Strom vom Land versorgt werden müssen und nicht ihre Motoren laufen lassen dürfen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf: So soll die Düsseldorfer Luft besser werden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.