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Düsseldorf
Sondersitzung für Riesenrad?

Düsseldorf: Sondersitzung für Riesenrad?
Das Riesenrad von Oscar Bruch soll nächste Woche zur Königsallee umziehen. Dort soll es sich ab dem 28. Januar drehen. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Vom 28. Januar bis zum 28. Februar soll am Corneliusplatz das Riesenrad "Wheel of Vision" von Oscar Bruch aufgebaut werden. Anlass ist der Betriebsstart der Wehrhahn-Linie nach Karneval. Die Ratsgruppe Tierschutzpartei/Freie Wähler schließt sich der Kritik von Tierschützern an und hat sich gegen das Projekt ausgesprochen. Von Uwe-Jens Ruhnau

Jetzt verlangt sie eine Sondersitzung des Stadtrates mit dem Ziel, die Genehmigung für das Riesenrad an der Kö zu kippen. Der Antrag ging gestern im Rathaus ein. Hintergrund: Der Stadtrat tagt regulär erst wieder am 11. Februar, dann soll das Rad jedoch längst in Betrieb sein. Eine Fraktion kann laut Gemeindeordnung die Einberufung des Stadtrates verlangen.

Fotos: "Wheel of Vision" dreht sich auf dem Burgplatz FOTO: dpa, Horst Ossinger

Im Büro von Oberbürgermeister Thomas Geisel hält man die Sitzung jedoch für vermeidbar. "Nächste Woche tagen der Ordnungs- und Verkehrsausschuss sowie der Umweltausschuss. In diesen Gremien kann man das Thema besprechen", sagt Stadtsprecherin Kerstin Jäckel-Engstfeld. Man sei mit den Antragstellern im Kontakt. Einen Konflikt will man vermeiden. Gestern kündigte die Ratsgruppe jedoch an, notfalls vor das Verwaltungsgericht zu ziehen, sollte Geisel bis Freitag keine Einladungen für die verlangte Sitzung verschickt haben.

Neben dieser formalrechtlichen Auseinandersetzung bleibt die Frage, ob Tierschutzpartei/Freie Wähler mit ihrem Ansinnen überhaupt eine Erfolgschance haben. Die Mehrheit der Ratspolitiker dürfte mit dem Riesenrad nicht so große Problem haben. Auch ist die Genehmigung einer solchen Attraktion nicht Geschäft der Ratsgremien, sondern der Verwaltung. Ausnahme ist der Burgplatz, weil dieser ein besonderes Gebiet mit einer begrenzten Zahl von Veranstaltungen ist.

So schön leuchtet Düsseldorf FOTO: Bretz, Andreas

Riesenrad-Betreiber Oscar Bruch trifft sich jetzt mit dem Chef des Parkhotels, um die Beleuchtung des Rades abzustimmen. Die befürchteten Schäden für die Vögel aus dem Hofgarten und an der Kö hält Bruch für äußerst unwahrscheinlich. "Wir sind seit Jahren mit drei Riesenrädern unterwegs, standen immer wieder in Innenstädten und in Parks. Wie haben nicht einen einzigen Vogelschaden gehabt."

Quelle: RP
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