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Düsseldorf
Sorge um Sponsorengelder für die Tour de France

Düsseldorf: Sorge um Sponsorengelder für die Tour de France
Nicht nur für die Tour - hier die Generalprobe "Race am Rhein" - sollen viele Radfahrer durch die Stadt fahren. Das Event soll den Radverkehr stärken. FOTO: Bauer
Düsseldorf. CDU und FDP verweigern ihre Zustimmung zu einem VIP-Dorf im Nordpark für die Tour de France. Das könnte die Stadt Hunderttausende Euro an Sponsorengeldern kosten.

Die fehlende Zustimmung des Stadtrats bedroht die Pläne für eine Begleitveranstaltung zur Tour de France - und könnte Hunderttausende Euro an Sponsorengeldern kosten. CDU und FDP verweigern die Zustimmung dafür, dass der Tour-Lizenzgeber A.S.O. ein Dorf für 2500 Ehrengäste im Nordpark errichten darf. Dadurch fehlt eine politische Mehrheit.

Bis zur kommenden Sitzung des Stadtrats muss ein Kompromiss gefunden werden. Sonst könnten 300.000 bis 400.000 Euro verloren gehen. "Wir brauchen das Geld, um die Zuschüsse zu verringern", sagt Günter Karen-Jungen (Grüne), der Vorsitzende der Kommission zur Tour.

Die erste Etappe der Tour de France 2017

Kompromiss: weniger Fläche

Vor allem die CDU - die die Tour weniger kategorisch ablehnt als die FDP - soll nun mit einem Kompromissvorschlag überzeugt werden: Die 3000 Quadratmeter für die Gäste sollen bleiben, eine zusätzliche Fläche von 1500 Quadratmetern für Fahrzeuge und Technik wegfallen. Für diesen Zweck soll ein Betriebshof des Gartenamts genutzt werden.

Die A.S.O. hat ein Recht auf eine Fläche in der Nähe des Startpunkts zur ersten Etappe. Das Zeitfahren am 1. Juli startet am Messegelände, der benachbarte Park wäre ideal geeignet. Sollte er nicht zur Verfügung stehen, müsste die A.S.O. auf den Messeparkplatz P3 umziehen. Der stünde damit aber der Stadt nicht mehr für sogenannte Hospitality-Plätze für ihre Sponsoren zur Verfügung. Damit würde eine wichtige Möglichkeit zur Vermarktung wegfallen, einen weiteren so guten Standort gibt es rund um den Start- und Zielbereich angeblich nicht.

Das denkt die Region Düsseldorf über die Tour de France

FDP will die Pläne nicht akzeptieren

SPD und Grüne würden die Erlaubnis erteilen. Die Gegner des Vip-Dorfs führen aber vor allem den Umweltschutz an. Zunächst hatte sich die Bezirksvertretung 5 beklagt. Wegen der fehlenden Mehrheit wurde das Thema dann im Dezember auf Geheiß der Grünen verschoben. Nun soll die Entscheidung am 2. Februar fallen.

Pressekonferenz zur Strecke der Tour de France 2017 FOTO: rtr, SAA/

Die FDP will die neue Planung abwarten, schlägt aber vor, dass die Organisatoren eine andere Fläche suchen. Insbesondere der schnelle Auf- und Abbau drohe Schäden anzurichten, meint Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. "Die bisherigen Planungen akzeptieren wir auf keinen Fall." Die CDU gibt sich versöhnlicher. Die Tour sei nicht mehr zu verhindern, so Fraktionsvize Andreas Hartnigk. "Der Kompromiss könnte eine gute Lösung sein." Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) müsse aber dafür sorgen, dass die Interessen der Bürger in den Verhandlungen mit der A.S.O. vertreten werden.

Hier geht es zum Kommentar von Arne Lieb: "Jetzt müssen alle helfen"

(arl)
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