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Düsseldorf
Sozialprojekte haben es schwer

Fotos: 2016: Großrazzia im "Maghreb-Viertel"
Fotos: 2016: Großrazzia im "Maghreb-Viertel" FOTO: Gerhard Berger
Düsseldorf. Die Jugendhilfe erreicht viele junge Männer in Oberbilk nicht.

Ein Teil der jungen Männer, die dem Maghreb-Viertel in Oberbilk zugerechnet werden, wohnen dort nicht, sondern nutzen den Stadtteil als Rückzugsraum. Die Gruppe ist zwar auffällig, für die Jugendhilfe und die Wohlfahrtsverbände aber schwer oder nicht zu erreichen. Dabei gibt es in Oberbilk eine Reihe von Einrichtungen und Projekten:

1. Einen Schwerpunkt bildet die Arbeit in den Jugendzentren, dem städtische V24 und dem evangelischen Ejuzo, sowie das Elsa-Brandström-Haus für Kinder und Familien. Zum Team des V24 gehört auch eine Streetworkerin, die im Viertel unterwegs ist.

2. Auf dem Lessingplatz ist das Projekt Rheinflanke etabliert. Die Jugendlichen sollen ihre sportlichen Talente entdecken und ausleben, gleichermaßen Selbstbewusstsein und Toleranz lernen. Fußball steht dabei an erster Stelle, zum Angebot zählen aber auch Basketball, Tennis, Boxen und HipHop. Für dieses Gewaltpräventions-Projekt gibt es in Düsseldorf zwei hauptamtliche Fachkräfte.

3. Düsseldorf beteiligt sich auch am Programm NRWork For You. Es soll jungen Menschen aus sogenannten Drittstaaten (unter anderem Türkei, Marokko, Kongo, Albanien, Kosovo, Russland, Algerien, Irak, Pakistan, Bosnien, Serbien, Ghana) beim Übergang zwischen Schule und Beruf unterstützen. Die Beteiligten sollen qualifiziert werden, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Die Betroffenen sind 11 bis 24 Jahre alt und haben nicht die gleichen Bildungs- und Partizipationschancen wie Gleichaltrige.

4. Ein ehemaliger Kiosk (ebenfalls am Lessingplatz) ist im vergangenen Jahr zum Bürgertreffpunkt entwickelt worden. Dort sollen sich aktive Bürger und Gruppen treffen können, die den Stadtteil beleben möchten.

5. Für dieses Jahr ist geplant, mehrere kleine Projekte innerhalb des Programms "Demokratie leben!" umzusetzen.

(dr/hdf)
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