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Düsseldorf
Sozialwerk entschuldigt sich bei Fifty-Fifty

Düsseldorf. Mindestens 7,2 Millionen Euro hat das Sozialwerk, das für die Armen Brüder des Heiligen Franziskus in Düsseldorf Wohnungslose betreut, durch eine dubiose Geldanlage verloren. Das meiste Geld kam von der Obdachlosen-Initiative Fifty-Fifty, deren Chef Hubert Ostendorf daraufhin mit dem Sozialwerk und Bruder Matthäus brach.

Ostendorf spricht mit Blick auf den inzwischen gefeuerten Geschäftsführer des Sozialwerk-Vereins, Heinz-Theo Wollschläger, von "Gutsherrenart". Dieser habe ihn sogar mit Unterlassungserklärungen traktiert. "Er wollte verhindern, dass ich sage, dass das Sozialwerk Millionen verspekuliert hat." Er sei sehr enttäuscht gewesen, sagt Ostendorf, dass Bruder Matthäus zunächst weiter zu dem Geschäftsführer gestanden habe. Inzwischen habe er sich aber mit dem Gottesmann getroffen und ausgesprochen. Er habe auch die Entschuldigung akzeptiert, die der neue Vereinsvorsitzende Dirk Buttler für das Sozialwerk bei einem persönlichen Besuch ausgesprochen habe, so Ostendorf.

Eine Rückkehr zur Zusammenarbeit zwischen Fifty-Fifty und dem Sozialwerk ist jedoch vorerst nicht zu erwarten. Ostendorf hat eine Kooperation mit der Diakonie aufgenommen. Während die Spendeneinnahmen bei den Armen Brüdern nach dem Skandal einbrachen, konnte Fifty-Fifty das Niveau halten und dank der Eon-Kunstaktion im vorigen Jahr mit insgesamt 1,7 Millionen Euro sogar einen Rekord verbuchen.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche begrüßt, dass die Armen Brüder neues Vertrauen schaffen wollen. Das Sozialwerk will durch strengere Regeln erreichen, dass sich das Anlage-Fiasko nicht wiederholen kann. Was der neue Vorsitzende Dirk Buttler sonst noch vorhat:

(ujr)
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