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Düsseldorf
Spannende Ferien mit bunten Pferden

Düsseldorf: Spannende Ferien mit bunten Pferden
Katharina (l.) und Sophia bei der Ferienaktion auf der Anlage der Islandpferde-Reiter am Neusser Weg. Der Verein bietet seit vielen Jahren in den Ferien Camps für Mädchen und Jungen an. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Seit über zehn Jahren organisieren die Reiter der Islandpferde Ferienprogramme für Kinder. Mit viel Spaß lernen diese die Tiere kennen. Von Julia Brabeck

Noemi, Len und Milan haben sichtlich Spaß. Die drei Fünfjährigen sitzen auf Holzponys und spielen Cowboy, Wikinger und Prinzessin. "Wir warten darauf, dass wir mit dem Reiten auf den echten Pferden dran sind, die sind nämlich noch besetzt", sagt Len. Es ist die reinste Ferienidylle, die sich dem Besucher bietet, wenn er die Vereinsanlage der Islandpferde-Reiter Düsseldorf am Neusser Weg besucht. Überall wuseln Kinder herum, reiten, spielen im Gras oder pflegen die Tiere. Der Verein bietet seit vielen Jahren in den Ferien Camps für Mädchen und Jungen zwischen vier und neun Jahren an. Und obwohl dann immer rund 25 Kinder teilnehmen, herrscht eine ruhige und friedliche Stimmung. "Wir sind selber erstaunt, wie diszipliniert die Kinder sich benehmen", sagt Sandra Grote.

Sie ist seit über 25 Jahren Mitglied bei den Islandpferde-Reitern und leitet in diesem Jahr zusammen mit Claudia Schlage das erste von drei Sommercamps. Denn beim Verein ist es üblich, dass die Mitglieder sich in allen Bereichen engagieren, beispielsweise auch das große Areal in Eigenarbeit in Ordnung halten und bewirtschaften. Insgesamt sieben ehrenamtliche Helfer werden für jede der drei Tage langen Ferienaktionen gebraucht. Einige Mitglieder nehmen sich extra dafür Urlaub und alle nehmen an einer Schulung teil, bei der sie lernen, was man bei der Arbeit mit Kindern beachten sollte. Und da es keine vereinseigenen Pferde gibt, stellen die Mitglieder zudem ihre eigenen Tiere für das Feriencamp zur Verfügung. Und die sehen am Abend plötzlich ganz anders aus. "Wir dürfen diese nämlich mit Fingerfarbe anmalen. Ich habe Punkte und Sterne und die Hufen schön bunt gemalt", sagt die sechsjährige Katharina, die bereits zum dritten Mal ein Camp besucht.

Die Malaktion machte den Kindern nicht nur viel Spaß, sondern sie baut auch Hemmung vor den gutmütigen Tieren ab, über die die Kinder in den drei Tagen viel lernen. Zudem gibt es noch einen Ausflug an den Rhein, ein Spieleparcours auf dem Pferd und geführtes Reiten.

Und in den Pausen werden Mal- und Bastelaktionen angeboten und bei heißem Wetter viele Abkühlungen mit Wasser. "Die Wasserrutsche und das Reiten waren einfach super, aber eigentlich hat mir hier alles Spaß gemacht", sagt zum Beispiel Lasse.

"Damit haben wir eines unserer Ziele erreicht, nämlich die Liebe zu den Pferden zu vermitteln", sagt Grote. Außerdem möchte sich der Verein zum Stadtteil hin öffnen und seine Gemeinnützigkeit auch außerhalb des Vereinsgeländes pflegen. "Uns ist wichtig, dass die Bürger erfahren, welche Arbeit wir hier leisten." Zudem ist der Verein auch auf die Einnahmen durch die Teilnehmergebühren angewiesen. "Hier gibt es eigentlich immer etwas, was erneuert werden muss. Im vergangenen Jahr ist der komplette Erlös beispielsweise in einen neuen Weidezaun geflossen."

Nach drei ereignisreichen Tagen heißt es dann für die Kinder Abschied nehmen von neu gewonnenen Freunden und den Pferden. Da fließen dann schon einmal die Tränen, hilft eine Urkunde und ein Hufeisen als Geschenk nicht über den Abschiedsschmerz hinweg. "Ich komme aber bestimmt nächstes Jahr wieder", sagt der sechsjährige Ario.

Quelle: RP
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