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Düsseldorf
Sparda-Bank West blickt sorgenvoll in die Zukunft

Düsseldorf. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat sich der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank West, Manfred Stevermann, zufrieden mit den Zahlen des vergangenen Jahres gezeigt. Die Bilanzsumme des Institutes ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro gestiegen, wie Stevermann auf der gestrigen Vertreterversammlung verkündete. Die Mitglieder der Genossenschaftsbank erhalten eine Dividende von 3,95 Prozent.

Stevermann kündigte an, dass es in Zukunft aufgrund verschiedener Herausforderungen schwieriger für das Geldhaus werden könnte. "Wir müssen uns von hohen Zahlen verabschieden", sagte er. Die wohl größte Herausforderung bleibe die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank: Die Senkung des Leitzinses und die Erhöhung des Negativzinses für Einlagen haben die Bank unter Druck gesetzt. Eine Umkehr dieser Politik erwartet Stevermann zunächst nicht. Privatkunden sollten darunter aber nicht leiden. "Wir arbeiten mit aller Kraft daran, eine negative Verzinsung unserer Privatkunden-Produkte zu verhindern." Praktisch bedeutet das, dass die Bank weiterhin auf Kontoführungsgebühren verzichten will. Komplett kostenlos ist das Girokonto des Institutes jedoch nicht mehr: Seit April müssen Kunden eine Jahresgebühr von zehn Euro für die Nutzung ihrer EC-Karte bezahlen. Dieser Schritt sei bei einigen auf Ärger gestoßen, doch die Mehrheit habe dafür Verständnis gehabt, hieß es gestern.

Einsparungen am Filialnetz sind aktuell kein Thema: Weder Schließungen noch Mitarbeiterentlassungen seien geplant.

(dans)
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